DO NOT FORGET.

Kalt und unklar. Als Alles einschlug. Bodenlange Fenster, wuschelt oder wuselt Draußen Menschlichkeit?

Zentimeterdicke Klamottenschichten bilden unvergessen, löchrige Elefantenhaut, auf- und getragen im Schein der still surrenden, automatisierten Lichtern von Ampeln. Zum Selbstzweck ein Selbstschutz. Heraus tropft diszipliniertes Licht aus Büros, Laboren und Verkaufsauslagen. Scheinwerfer, falsch eingestellt. Insgesamt diffus. Nackt stehst du am Fenster als die aufgekommene Geilheit besiegt der Neugier wich und jenes Urgefühl in Staunen ummünzte. Was atmest du so? Was rennen wir eigentlich?

Vergiss den Stolz.
Als die Berge Wolken aufrissen, die Sonne nicht anders konnte und unter dicken Regentropfen ein Fiasko anrichtete. Als du dieses Spektakel aufnahmst, trotz kalter Witterung auf die unendliche Wiese ranntest, dein Shirt übern Kopf zogst, stolpertest: niedergeschlagen von nicht weniger als einem Regenmeer lagst du da, Augen tropfvoll Licht, geflutet von Wasser steht die innere Hitze einen Moment lang still, atmet scharf und kurz bildetest du dir ein du wärst Grün, das Absolut. Grüngestählt, substanztief, Beton zerreissend.

Vergiss die Gier (unbebildert).
«Du solltest das tragen.» künstelte ich, «Du bist die Prinzessin.» Zwei Fingerpaare als Beine auf mit Handrücken und -innenflächen geformten Sandhügeln im Freibadspielplatzsand. Ein Palast. Töchterliches Tagträumen teilen. Anteilnehmen im Abtauchen in eine eigene Welt, in Badehose. Erregte Aufmerksamkeit in Form junger Mütter, Störung als versucht flirtendes Gespräch, abweisend, aber höflich die Entgegnung. Kein Loslassen. Als der schwer atmend Brustkorb näher kam, als bewußt offensiv gereckter Hintern mit Sandkörnern gespickt Lust aus allen Körperöffnungen strömte, als mich das ekelte, wie nur Geruch ekeln kann – genau so wie er unnachgiebig anziehen lässt – gierte ich die Kindheit mit meiner Tochter. Jeder meiner Minuten sollten ihre sein. Ist das dieser Egoismus?

Vergiss den Neid (figurativ).
Ich hielt mich immer für sehnsüchtig. Bin ich nicht. Nicht gegen Dich. Du suchst richtig, Anerkennung bei deiner Familie, Liebe im Leben – und findest Sie auch, jederzeit, genügend gewaltig, doch nicht für Dich, das Gute, indem du das Schlechte, die Facetten dazwischen, akzeptierst, drehst und wendest und immer Recht behältst. Was du anpackst ist Oh, Wunder! wunderschön. So auch die Zeit mit Dir. Ich glaube, ich weiß wieso du traurig bist. Es ist eine einfache, eine gerechte Traurigkeit. Wer erfüllt dir jetzt endlich mal deine Sehnsucht? Meine Sucht bleibt mir wohl, deine wächst stetig. Ich habe Angst um Dich, dass Sie Dich auffrisst, weil ich Dich liebe.

Picture taken by Kevin Dooley.

DO NOT FORGET.

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-wieviel werkzeug braucht der mensch? ;) » Erinnerungen gucken.

0 Wald
1 Betragen
2 Wandel
3 Revolte
4 Über See
5 Vertrauen
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