stillleben.

die straßenbahn schaukelt, tuckert, die huckel der schienen aus gewohnheit nehmend, stadtauswärts. wohnhäuser, von denen man nie geglaubt hätte, sie könnten solche menschen ausspucken, tun es. sehen dabei unschuldig schön aus, im versuch – der menschen – farbe darzustellen. lächeln. die zugestiegenen, der auswurf der schönheit, verziehen keine miene, meinen sie, aber sich in eine der vielen baulich bedingten ecken der straßenbahn zurück. fläzen in verrenkten posen. verrückt, transport an sich. vor den fenstern wechseln industriegebiete alt angestammte wohnsitze aus, wie simpel verschrobene bilder. mehr ausstieg als zustieg. die urbanen vorstädte, die vorstadtgärten, die kleingartenanlagen kurz vor den dörfern, noch dahinter, sind noch fern. die gedanken der mitfahrer auch, bei nichts gutem. oder doch? sie verraten es nicht. geheimnisträger.

du stehst an der endhaltestelle, am auto gelehnt. kleingartenanlage. keine rentner, nur familien. küssen, endlos küssen, und einen garten aussuchen für den tag. vielleicht mit pflaumenbaum. es ist doch die zeit dafür, sagst du.

stillleben.

0 Wald
1 Betragen
2 Wandel
3 Revolte
4 Über See
5 Vertrauen
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