Achtgeben,
das neue Highfiven.
Ein Freund1

1 — to:nulleins

Verkehrsgrau A

Rote, geränderte Augen, ein Gesicht das in seiner Gesamtheit müde, aschfahl und abgeschlafft wirken könnte, die kritische Masse bildet, das einem gebildeten Mensch gehört, eine schönegeistige Frau vermuten lässt, einzigartig und gleich ist, gültig in seiner Liebe, die ganz sicher fest und heiß ist, das einen schlafwarmen Leib unterstellt, verletzlich rosa ist, im Wind und im Schein der still surrenden, automatisiert leuchtenden Lichtern, deren Disziplin, gar nicht anders konnte und ein Fiasko anrichtete. Rot geränderte Augen - vor Wut-, Mutlosigkeit, Trauer, Übermüdung? Die Lippen wirken atemlos, erschöpft geöffnet, auf einem Plakat. Ein anderes zeigt ein anderes Bild von ihr. Dieselbe Frau, dieselben Augen, der Mund im Zorn gekräuselt. Ich bekomme den Blick nicht los. Diese Augen. Keine Erklärung, kein Text am Plakat. An beiden nicht. Augen, rot. Abstände sind eigentlich merkwürdig banal. Das wusste ich nicht. Ihre keineswegs ohnmächtige Wut, ihre Atemlosigkeit, ihr gerechter Zorn, ihr Augenrot. Sich selbst alles verzeihen. Der Knall der neuen Zeit sind Augenränder rot wie Münder. Ungehört.

und Ruhiges.

Andererseits frisch gemachten Mutes aufgestanden, die Nacht ausgestanden, rammdösig zwar, doch im Auge behalten wofür es wert wäre. Die Sache ist die: ich betrüge mein einfaches Gemüt.

La la la

Drei Silben silbrigen Lichtes, das an- und ausgestrahlter Rauch ist - mal behielt ich sie für mich, mal hauchte ich sie wieder aus. Einen tiefen Zug nehmen, hinterher schicken. Stur geradeaus bis die Flut mich ans Ufer legt wie Treibholz. Mit den ersten ernsten Schneeflocken die Bedenken nicht fallen lassen, aber ruh'n, ist voller Wert. Gespräche, ein Weiterer. Warten, bevor ich schlafe, der Wichtigste.

Wir entkommen.