nulleins

Jetzt sag schon!

Unten mit dem König. Diese Seite oben.

Kalt und unklar. do not forget.

Nie. An der See.

In einem anderen Licht.

Der Frühling naht. Auskleiden. Lind.

ooo

jederzeit.

Weißt du noch wie ich Anderes einfach vergessen konnte?
Geboren werden auf dem Boden, aufwachen und bluten.
Ich biss mich durch mich durch.
Wenn du wissen willst,
gehört in den Wald.
Ein Igel,
Pusteblumenfallschirmstacheln
Bitte wenden!

 

Picture taken by lord the air smells good today

ooo

Stirb sowieso!

Deine lange Nase. Das ist keine Bescheidenheit, die deine Lider niedrig hält, keine Scham, die dich zu Boden lenkt – Du nimmst deinen Stolz zurück, verpackst ihn bescheiden mit Butterbrotpapier ein, das Demut ist. Und nimmst ihn mit, obwohl du hier bleiben wirst, wenn es dir gelingt. Die Nacht ist nicht kalt. Deine nackte Brust zunehmend ruhiger, die Nippel steif, innen drin flattert ‘s. Alles was du trägst ist eine Strumpfhose, und die Wand und deine Haltung. Ich gebe auf. Was du auch tust, wie du kämpfst, wie sehr es flattert, du sprichst Stolz fließend. Ich mache ein Bild. Die Matrosen fallen mir ein, auf dem russischen Frachter irgendwo auf der See. Dumme Jungen in viel zu großen Stahlkappenschuhen, bewollmützt, in wetterfesten Jacken. Dunkelblau. Alle gleich, ernst und kahlrasiert. Noch gar nicht am Leben, aber ernst und kahlrasiert. Bereit zum Sterben. Ihr Stolz ist dein Stolz. Dunkelblau. Wie dein Kleid am grünen Bergsee. Du weintest, ich hab’s nicht gesehen, aber gewusst. Der Wind wehte irgendwohin, dein Haar, dein Kleid. Deine rote Unterhose als Kontrast. Ich bin ein Tier dich dem auszusetzen – dir zu zeigen, dass was ich für Schön hielt, nicht mithalten konnte, mit dir – aber deinen Stolz besiegte ich nie. Den kannst du nur verlaufen lassen. Endlich brechen sie durch, endlich weinst du. Ich mit dir. Wir ziehen uns an und gehen in den Schnee, sterben vielleicht.

ooo

Berühren.

Ein kühler Wind springt auf und kleine Schäfchenwolken spielen in der Sonne. Schwere Winterjacken, auch rotwangig, sind gnädig, taten nie etwas Falsches an und träumen. Hauptsächlich schlafen Hauptsachen in meinen Bett, rennen Rennen, über Hügel, sehen der Sonne ins Gesicht gewehte ernste Weitsicht an. Ein Kinderhand lässt los, läuft bergab, ist Erster im Los- und Fallenlassen. Kann doch nicht sein. Empörung spielt auch mit.

ooo

Leitwolf Licht.

 

Ich brauche die Möglichkeit.

Ich brauche die Möglichkeit.

Ich brauche die Möglichkeit.
Plitsch Platsch fiel ein Regen wie die Sintflut. Später. Schnell verfliegende Wolken bestärken den Schwindel. Jemand hält mich fest, die eigenen Beine: Schwerter, Stechschritt, individuell uniformiert, maschinenfähig. Hauptsache Kopfsache. “Alles verschwenden!” – die Idee dahinter. Wieder später. Und dann komme ich nach Hause und schlafe vierzehn Tage. Aufstand der nur lose Verknüpften und das ständige Aufgehüpfe der Dinge, die hier noch zu erledigen sind und dort auch, geht mir auf die…
Geh’n wir ein Stück? Der Wind tobt, und die kleinen Lichter, die dir so gefielen im letzten Jahr, hängen sicher auch wieder. Ich hätte noch Zitrone und Pfefferminze. Wenn wir Tee trinken wirft Jemand Verständnis und stilles Einvernehmen in den Raum, und da bleibt es liegen. Wie Letztens als ich der Bastard war und Dich Heim brachte und du erzähltest kaum, weil ich die Klappe nicht halten konnte und ich Dich fragte, wie es aussieht. Da musste ich dran denken, wie ich Dir die neue Wohnung zeigte und du mir, auf der Balustrade sitzend, um die stumme Stille zu brechen, ein Kissen an den Kopf warfst und lachtest. Einfach so. Das war so ein Moment.

ooo

Anlangen.

Nur barfuß, der Sand ist nicht mitgekommen. Die Schuhe paarweise verknotet über der Schulter. Die Kraft, die du Schwimmzug um Schwimmzug der jungen See gabst, fehlt, wird wieder mitkommen wenn du schwimmen gehst. Jeden Tag. Die Neubauten leuchten gelblich, lassen Kerzenlicht auslaufen. Einige der Neubauten weiter unten sind vollständig im Ozean verschwunden, und ein paar der Jungen, die Kräftigen, nutzen die auf dem Dach liegenden Steine, das Weitwerfen dieser, weit hinaus in das Meer, als willkommene Abwechslung. Es gibt nicht mehr viel. Heute Nacht gibt es Strom. Das erklärt die leere Küste die keine ist. Eine Straßenecke wie die Andere. Dann trifft es dich, tritt durch die durch: über dem Wohnblock der Mond. Gekleidet in Wolkenfetzen. Schüchternes Licht zeichnet Menschen auf Dächern, die es auch nicht glauben können. Der Mond ist so groß, so fern, so leuchtend fast perfekt rund, er stellt die Neubauten in den Schatten, die, peinlich, selbst mit menschlichen Licht beschienen, plötzlich näher wirken, eine Theaterkulisse bilden, beklemmend fast, während der weite Himmel, ein Feld, einen riesigen Baum voll mit Licht darstellt. Wie Knallerbsen. Es fühlt sich wichtig an, wie die kühle Luft sich in die Lungen frisst. Wie ausgetauscht spricht dich Lars am nächsten Tag noch an: »Als ob die Sonne schien. Kannst Du dir das vorstellen?«

ooo
0 Wald
1 Betragen
2 Wandel
3 Revolte
4 Über See
5 Vertrauen
6
7
8
9
10
11