nulleins

Jetzt sag schon!

Unten mit dem König. Diese Seite oben.

Kalt und unklar. do not forget.

Nie. An der See.

Wolken (neun).

Unfassbar eigentlich, ich kann keinen klaren Gedanken fassen. Sie sind alle verschmutzt mit Querverweisen. Süß beissender Wind, im Affekt beisse ich zurück mit einem inneren Lächeln, das ein Eisschlecken sein kann, Monate später.

Im Julei.
Wäsche hängt mit der Tat tatsächlich im Wind und an der Leine, als ob sie schuld wäre an all dem. Vorsichtig ziehe ich das Leben aus einem atemlosen Wasserglas. Kleine Schlucke landen auf dem Bauch. Shirts sind aus, reiben sich mittels Geschäftigkeit und unnahbaren Extras flirtend in der Stadt, in der ich auch bin. Versteckt im Hinterhof, ein Schatten zieht eine Linie, lässt mich schwören diese unter keinen Umständen zu überqueren. Ich könnte den Kopf verlieren. Mein nackter Oberkörper nickt, schläft leicht im Atem der Unruhe flatternder Wimpel mit Ärmeln. Kontrapunkt Unproduktivität. Kannst du Beschützen halten? Ich zeichne die Linie und, wenn sie weiter zieht, noch einmal. Bis sie verschwindet, ist die Kreide fast aufgebraucht. Ein Sessel der ein Zinnbadewannenrand ist, die Lehne eine Wand.

Maienzeit
Vollführt Vollfrühling – ewig erdbeerrote Hände halten mit den Mittelfingern hinter den Kiefern das Gesicht zum Kuss – Begierde.

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»Ich denke, wir sind alle ein wenig kitschig am Herzen.«

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Sommer wie Winter – tatsächlich erfüllt.

Zeitraum räumlich ergänzen ginge nicht, sagt dir ein Jeder, ungefragt. Zeitraum auskleiden – anzeichnen mit Plan und verstandesgemäß malen und ausschmücken, wie der leichter Wille so trägt, wenn du dich tragen lässt – geht gut. Sagt dir keiner. Schon schön.

Was ist der Sinn? Bedeutend schwere Klavier- oder Violinenklänge, kein Wort, wichtig was ist. Was ist dir wichtig, wie ist dir, Nachtlicht? Wieso strahlst du so leise? Singen wir? Zusammen drücken wir Gedanken aus diesem schmalen Mund, der das Sprechen verlernte, weil ihm danach war, weil alles so schnell werden würde, er das einsah und inne hielt, festhielt am Moment, der jetzt war. Zusammen bilden wir gut und gerne Strophen. Zärtlich singen in der Nacht, Blumen wachsen lassen im gebundenen Staub der dunklen Jahreszeit mit Stimme, Zweistimmen, stöhnend, in Gier. und sei es nur Hey he he Hey hee hee hee hey! Eine Bassgitarre wiederholt sich fortwährend. Die steile Kraft, die unbeugsame Kraft der Frühblüher, die den Boden ebnen für, unter Umständen zärtlichere, zerbrechlichere, züngelnde rankende, über sich hinauswachsende Blüten, wie Sternenlicht, das die dunkle Wolke der chinesischen Neujahrsnacht vertreiben muss, immer wieder, treiben wir immer gleiche, immer neue Blüten der Zärtlichkeit und singen stöhnend Fortpflanzung und leise Gier und hegen anschließend das Kleine, weil es so klein ist und niedlich und unsere Aufgabe. Wir singen Berührung, wir singen Sex. Wir beschützen im Singen: die Nacht mit Blüten, mit Kopfschütteln und ernstem Wort die Kleinen, uns in der Kunst. Das ist mir wichtig.

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Lichter / Stadt

Ich bin Zuhause gewesen. Im Regen Zuhause. Es regnete stark. Einsame Straßen, ein Platz, ein Innenhof platzte aus allen Nähten. Dort wo keine Pfützen lagen, bildeten sie sich. Kreisrunde Turntropfen zerfielen in Ringe. Ein Wasser, umsäumend Fassadenlicht. Todesstrahlen Einheitsirgend, indirekt beleuchtet fiel dies auf jenes hinab, ergänzte, ungeschönt, den oberflächlichen Tanz mit sprudelnd Honiggelb. Lebensorte, mehr und mehr regt sich Licht. Reflektiert eine sekundengenaue Abbildung wieso wir so schnell laufen können wie Wasser fließt. Kaum unterstehe ich einem Unterstand, lässt der Regen nach, mit ihm das Schauspiel. Nicht blinzeln, niemals.

Nimm dir raus was du brauchst!

Andererseits eingesehen und ausgegangen. Was nach Hause gehen sein soll, ist es auch, ist Streunen, ist einen anderen als den gewohnten Weg der anderen Gestalten nehmen und einer von ihnen sein. Gerade heraus, Außen, jedwede Form davon, sei es der Weg zum Wäschekeller, mit Einkaufsnetz zum Bäcker im Vorderhaus, ist Abenteuer. So eingesperrt fühlt es sich an. Schritte im Dreivierteltakt, Ba la la dam. Locker leicht, sich nicht schämen vor der eigenen Haut, Wollen für sich selbst nutzen.

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Adlernebel.

Begeistert bei der Sache sein, Florian Freistetter von Astrodicticum simplex kann es, immer.

Picture taken by VLT/ISAAC/McCaughrean & Andersen/AIP/ESO.

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Zuviel alles, unfassbar Glück mir geschieht, ich weiß nicht was, mit… anfangen:

SEE-
SUCHT

Picture taken by Marek K. Misztal.

Schwarzblaue Himbeerhimmelsdecke, Sterne, Anreinermorgen. Ganz früh, als ich das Gefühl hatte an die Hand genommen, geführt und ein wenig von dem gezeigt zu bekommen was wichtig wäre, war ich kurz für mich allein. Steil aufgerichteter Schornsteinrauch als müsste die Erde die Umlaufbahn wechseln. In Rosa übergehen. Später vermummte Menschen mit Wunden als Haut – ein Elefantengedächtnis das sie tragen, wer sie wann wo und warum verletzte. Ich kann mir nichtmal merken was ich zu Mittag aß. Froh drum, ein Leichtes in schweren Wintersachen zu rennen. Ich stelle mir vor es geht die Düne abwärts, das wäre schwer. Ein Rennen auf den Ballen, alles steif, weil ich das Sprinten so gelernt habe, kurzer Atem, blitzschnelle, lange Schritte, Salz im Hals. Nackten brennenden Fußes an der Brandung, eise Eiseskälte. Ich würde erfrieren. Langer Atem setzt sich bis tatsächlich nur noch Zittern mit mir ist. Weißes Tischtuch. Ich hätte Streifen erwartet. Ehrlicher Tee, kein Wort zuviel von der Bedienung, einen Schnaps?

»Dann doch die Speisekarte.« Sie lächelt kurz und spricht langsam.

»Das klingt gut. Das Tagesgericht, bitte.« Ich träume von Wellen und Bernstein auf deinem Schoß.

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0 Wald
1 Betragen
2 Wandel
3 Revolte
4 Über See
5 Vertrauen
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