noah, das walpaar+der platz unterm spiegel

direkt hinterm wolkenmeer, wenn es umgedreht – besser man selbst – auf dem boden liegt, im regen, fängt der das wasser teilenden bug so manchen unfug. dort, wo die geschlagenen kerle wohnen.

er sah das meer an wie etwas auf das er ein anrecht hatte, etwas verdientermaßen ihm gehörendes, etwas von opfern, schmerz+mut und vielleicht auch dem glück abgerungenes, mit seiner großen hand hielt er es fest, wog es im ansehen, vermaß wellental und spritzend gischt, zählte aug um auge auf, all sein gut, die städte an den stränden mit ihren lichtern und frauen, bojen, wellenbrecher, an den freudlosen warten und eigenem einbringen maß er sie, verteilte nicht stempel, keine formulare, prüfte sie allein durch erfahren, und sich offenbaren, das taten sie gern. unterm spiegel, der vorbehaltlos jedem vorgehalten wird, kleinkind, altersschwachem manne, wie auch fidel tanzenden frauenzimmern, leichtfuß in den bars der städte, tanten, onkeln, rechteinhabern und inspektoren, fisch, pflanzen, im gestrüpp aufgewachsen | stolz und leichten herzens auf haltlosen felsen. er prüfte sie, unterm spiegel. sie waren weiteres wert, und jetzt erst sah noah sie richtig. ein lächeln unterm bart.

»wenn ihr wüsstet…«, überlief noahs lippen das glück über die ankunft und ein gruß, der freunde herzte. damit war für ihn fast schon genug gesagt. »ihr könnt mir einen ausgeben!«

françois wuchs als drittes von fünf kindern eines stationsvorstehers, späteren munitionsfabrikbesitzers und an den wochenenden liebevollen vaters auf, seine mutter kannte er nur von einer fotographie, die er einem fotographen aus dem schaufenster in einer nebeligen nacht in brest gestohlen hatte. so wie sie aussah, könnte sie tatsächlich seine mutter sein und er schämte sich gelegentlich für diese schwäche, auch wenn der spiegel sie nur im hintergrund gezeigt hatte. auf schier endlosen reisen endete seine kindheit abrupt unsanft auf schienen, bahnhöfen und schließlich häfen. hosenboden hatte françois, er war der rauen see ausgesetzt, schliff menschen zu seetauglichen, unnachgiebigen, in den wind rotzenden ungeheuern und er liebte sie dafür, auch wenn er es nicht zeigen durfte.

noah, das walpaar+der platz unterm spiegel

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[ich moechte erzaehlen koennen, wie du es kannst.]

-mainzelmaedchen

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[bin doch nur zuschauer. [danke.]]

-to01

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