noah, das walpaar+der platz unterm spiegel

1.

kirre! klirr klar: von ihm eigenen eigenheiten eingeholt. dabei erwischt und beschämt, gäbe es nichts ferner liegendes denn von schwäche freie menschen. « nützt mir », so sein gedankengang die straße hinab, auf den nächtlich mit seemännern+gesocks vollgestopften, trunkenen pier zu. Mbuyazi Andes wurde mit dem makel des perfektionismus geboren, der ihn stets und ständig stolpern ließe, wenn er nicht regelmäßig davon gelähmt, zertreten in der ecke seines zimmers – einer spelunke – von sich selbst unfähig zur tat gemacht werden würde. « es ist eine strafe in waswärewenn leben zu müssen », antworte er, für ihn allzu oft, nüchtern auf ein lob seines kapitäns. ein makel, der auch im volk der zulu, fehlinterpretiert wurde. selbst von seiner familie, kopfschüttelte er sich die nacht von den gedanken.

er betrat die hafenkneipe. wüsste er nicht genau, wie radikal die welt da draussen sich verändert hatte, wie der mensch – zumindest die wenigen seefahrenden von ihnen die noch übrig waren – sich neu orientieren musste, hier könnte er vergessen. die menschen und ihre lächerliche furcht vor veränderungen, ausgestellt in immer gleichen accessoires, miefig und angestaubt bis zur ewigkeit. amen! trinken half, nicht gegen seine träume, das wusste Mbuyazi nur zu gut, doch deswegen war er nicht hier. die mannschaft brauchte junges, mutiges blut. eine kluges klares wässerchen.

tiefschwarz ist das meer, wie wir es gern hätten, nachts, wenn der wind heult, weil wir es nicht mehr können. tiefschwarz der himmel über den blanken planken und darüber hinaus. keine sterne mehr. scherben einst gestählter männer fallen in die see und verrotten dort. wehe dem der hinein sieht in das tiefschwarz getöse.

noah, das walpaar+der platz unterm spiegel

0 Wald
1 Betragen
2 Wandel
3 Revolte
4 Über See
5 Vertrauen
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