< florafauna eines freundes schiff
eine postkarte, adressiert von der ecke blauländchenstraße – westhöchster, ffm [tiefstehende sonne]; darauf, in zunächst dringlich großer, später kritzelkleinkarierter hektischer handschrift:
schlafwirftwellen, er weiß es.
du solltest genau hier zuhaus sein und da, wo ich gestern war und stundenlang stand und – erinnerst du dich noch – diesen weg den wir ins feld malten mit dem staub unserer schuhe abzweigung um abzweigung um verästelung ergänzten; in die hohe frucht. brotkrumen, zwischen daumen und zeigefinger zerdrückt und geformt, warfen wir nicht ins korn, sondern stärkten uns daran. einen rückweg braucht man nicht. die sonne umkreiste uns rasend, während wir fast standen und doch nicht stehen bleiben konnten. dies ist dir und mir und du weißt doch, das du nicht alleine bist, das wir nicht umsonst die wege kennen; uns kennen und wie wir sie fürchten und liebendgern nur allzu leicht folgen. das weißt du doch.
1
o. [einen rueckweg braucht man nicht. vielleicht aber hellgelbe luftballons?]
-mainzelmaedchen
2
o[zum markieren des standpunktes.]
-to01
3
owauh... ich denk's ja immer wieder, wie schön deine texte sind. aber dieser... haut mich um... ist das der frühling? :)
-frpeia
4
o-dieser text… « rundablage
5
oder frühling, so möchte man meinen.
-to01