die unbewußte traurigkeit eines fehltrittes

eigentlich wollte ich nur die sonne sehen.

sie sprach vom meer mit mir. das es einer jene gespräche werden sollte, in der ich meine große bruder rolle verdammt nochmal zu erfüllen hatte, wurde mir erst später bewußt. stattdessen bekräftigte ich sie in ihrem wunsch mal wieder das meer zu sehen und dachte insgeheim an babyblau, zitrone und teure anzüge.

wieso sollte man sich im himmel nicht tatsächlich über das meer unterhalten? vielleicht liegt die bedeutung des wunsches auch in der tiefen verstrickheit mit dem alltag, dem wunsch an etwas teilhaben zu können, was größer ist; vielleicht sogar größer als man selbst. mit sicherheit! ich hätte es ihr sagen sollen.

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jetzt ärgere ich mich – nicht nur weil ich das gefühl habe meine schwester nicht umfassend genug beraten zu haben [wie bei jenen gespräch als sie mich fragte, wie sich verliebt sein anfühlt], sondern das ich sie nicht begleiten kann und werde – vorallem über mich selbst [scheiß egoist]. das leben ist dein, kleine.

gruß to01

die unbewußte traurigkeit eines fehltrittes

1

o

(beim sehen der sonne, waren meine augen verbrannt.)

-roman

2

o

augennicht!

-to01

0 Wald
1 Betragen
2 Wandel
3 Revolte
4 Über See
5 Vertrauen
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