Achtgeben,
das neue Highfiven.
Ein Freund1

1 — to:nulleins

steigende

Kirsch,
Schal,
auf dem Weg,
Ansicht,
unfunktional,
Bewegung,
Drucken (Welle, abgebildet),
blaue Linie, Vollmond,
säurehaltiges Papier,
stake.

·

»Well Marianne,
it's come to this time when we are really so old and our bodies are falling apart and I think I will follow you very soon. Know that I am so close behind you that if you stretch out your hand, I think you can reach mine. And you know that I've always loved you for your beauty and your wisdom, but I don't need to say anything more about that because you know all about that. But now, I just want to wish you a very good journey. Goodbye old friend. Endless love, see you down the road.«


— Leonard Cohen

Hardcore will never die, but you will.

»Fest steht, daß sich trotz angetretenem Gaspedal bald wieder der alte Mogwai-state-of-mind einstellt, diese Mischung aus Melancholie, Zerstörungswut, Zärtlichkeit, Triumph und dem Gefühl, eine mindestens 50 Meter hohe Walze aus angelaufenem Silber zu sein.«

 

Die Tochter hat von Erwachsenenproblemen gekostet obwohl ich es ihr strikt verboten hatte. Ihr strikt verboten hatte Erwachsen zu werden ohne mit Verlieben anzufangen.

 

»Aber ich werde nichts sagen
Denn ich habe nichts zu sagen
Ich glaube an das, was ich liebe
Und ihr wißt es nur zu gut.«

Boris Vian — Der Politische

Lichtschalter.

Wieviel Werkzeug braucht der Mensch?

irre Hasen, Feldecken, Untier

Fahren lassen, Laufen, einen Fuß aushändigen, dann den anderen, in der Obhut schlecht bis überhaupt nicht beleuchteter Wohnungen, nicht unsere, reihenweise Rügen aussprechen, Flure, mit jedem Meter mehr beruhigen. Das Licht der Anderen/Äußeren ist unbeständig, unruhig flackern die Motoren. Kalt und unklar, als alles einschlug. Die schwere Daunenjacke fällt von deinen nackten Schultern. Stubenhocker wir. Deine Scham blitzt nahe deinen Füßen auf, wieder ein Licht. Gardinen als Dessous benutzen, lichterloh gedämmt, versteckt. Dein Höschen, dir, in den Mund gestopft. Lippenroter — Annahme, eigentlich grauschwarz — Gardinenstoff, wimpernleicht. Wir wandern in der leeren Wohnung, ein Kuss als Belohnung. Brustwarzen durchstechen die Maschen, von Lippen umschloßen und beruhigt. Handwarme Dielenbohlen.

re: Flußbett

Die letzte Hand zeichnet die Wasseroberfläche.

›Wir beginnen mit dem Stück
Angeschossen.‹

Sobald eine Person den Raum betritt wird das Gespräch anders. Die Blumen Frankreichs, Feueraugen, schwere See, sicherer Glanz, hebt die Stimme leicht, unmerklich weicher gefärbt, steigert Mittelpunkt sein, sucht, sehnt, sieht winzig kurz ehrlich verletzlich aus, findet sich nicht in der Person und zu sich selbst zurück, aber anders, verändert. Eine Spur enttäuschter, stolzer, beherrschter. Derart menschliche Beziehungen, ich wünschte sie könnte(n) sich fallenlassen.

Wir waren zwei. Abgeschlossene Systeme mit ziemlich beschränkten Möglichkeiten sich auszudrücken. Wir vertrauen. Wir verändern uns, wechselseitig. Nicht zu unserem Ungunsten. Umgang so zart, ab und an bleiben wir wie Angeschossen liegen, nur um uns im nächsten Moment zu fragen »Kannst du Aufstehen? Wir müssen weiter!« Sicher, es ist nicht immer einfach, die Umstände den Umstehenden erklären, der Anspruch zu Schönen, das Urversprechen, einfaches Leben, einfachster Art zu führen, zurückgezogen, weltoffen, immerdar ansprechbar, obwohl das unser wundester Punkt, unser offener, stets neu zu schlagender Kampf ist — wir reden miteinander. Stumme Gestik, Mimik, leichte, kaum wahrnehmbare Bewegungen, nackt im dunklen Wohnraum des frühen Herbst oder am Abendbrottisch oder stundenlang, mit stur starr ins Nichts fokusierten Augen die Seele vom Leib oder weil es so schön ist, gerade jetzt, gerade hier, den Augenblick des Staunens, jedweder Gefühle teilen. Wir verändern uns, wechselseitig. Gut.

und unser Wunsch nach festem Boden.

Satzfetzen, Nebenwege, Traktoren. Das nahezu menschenleere Freibad stürmen als wären wir die letzten einzigen Menschen, rücksichtslos, knalllaut, frei von Verlust und Angst, abtauchen. Es ist uns egal. Ist es nicht — wir wollten es so! Werde ich meine Tochter jemals loslassen können?

Kritisch denken, kleine Nacht.

Morgenatem.