nulleins

this is not a photoblog.

dies ist wirklich kein photoblog, ich bebildere nur schrift | beschrifte bilder.

tag 20: mai.

einundzwanzig minuten mit der straßenbahn. ich zählte nicht nach, als ich dich fotographierte, den fünfunddreißig millimeter film, zurückgespult, weil ich die farben der zeit wohl konserviert wusste, auswarf, gab es nicht, leere filmkammer. all meine freunde desillusioniert – von der aussicht aus zweiundzwanzig stufen abwärts. ich zählte nicht nach, als ich die absperrung ignorierte, wie absperrungen zu ignorieren sind, und sanftestmöglich in ein kieferwäldchen trat, das keineswegs mit absicht versteckt werden würde, hielten die, die es kennen, nicht für ein so seltsames geheimnis, dass sie es – das geheimnis – nur jenen anvertrauten, die sie lieben. wenn möglich: teilt euch! fangt feuer wie rosenrote kiefernstämme im gegen mittag strebenden sonnenlicht – versprochener frühsommer – zeigt hände auf blanken brüsten, treibt euch rum auf wiesen, lichtungsliebe machend. dreiundzwanzig kilometer später ist der atem schwerer noch als ‘ruckt den seesack zurecht’ (sic!) jemals sein könnte. ich zählte nicht nach, als wirklichkeit kontrollierte, überblendete in graumelierten fragen… egal, solange ich zähle: eins, zwei drei vierteltakt. du magst mich tanzend, sagtest du atemlos. wie ich laufe ist tanz gangbarer weg. also tanze ich, für dich und eigentlich auch für mich.

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everything is beautiful, and nothing hurt.

Die stete Weigerung das ‘was beautiful’ Vonneguts zu akzeptieren.

Blåmärken •••

Eingeschnitten. Bemüht bemützte Spielplätzchen säumen dein verkleinertes Weltchen, Pfeilschnee bremst sanft und nachgiebig gebend. Und du hoffst, dass das getreue Platschen und Qutschen baldigst zum mit vorsicht bestimmten Krrrtkrachen wird. Endlich – ehrlich, wärest du ewig grünjung hinter den Ohren, mein Draußen, ich wüßte gar nicht wann ich auszöge. Erst zögernd zwar, doch mit befreiend erst- dann Schlag um Schlag. Handbreit, Haut messe ich in handbreit gewärmten Wunderns.
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Kopfkalt. Kein ganzes, aber aus: in die gülden Kälte das Ego wegschmeissen. Stampfen IST Tanz.

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re: was geht’n hier vor?

nicht besser wissen. wie er so ist, geht zeit nicht mit seinen schuh’n – sie windet, eiligst. das rauschekind, kaum hier schon dort, um nirgends allzeit rufen zu können «ich bin allhier!» so wie hasen igeln, das kindermärchen. entschleunigt er durch machen, wachsen die dinge schneller als er wimpern schlagen kann, was man nicht macht. atemlos – puls, geprüft – steht er dann da und sieht schönes. gut, gut werden kann er, jedoch er stiehlt zeit, seine. //wenn es doch so schön ist.

ergänzend/noticing: tag weg. tagwerk welten bauen, vor uns.

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«Die einzigen Geschenke des Meeres sind harte Schläge, und die gelegentliche Chance sich stark zu fühlen.»

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froh!

Danke, Ihr habt es wieder mal geschafft froh zu machen.

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Abglanz {m} [nachklang]

Vielfarbene Bienendinge, durchscheinend Flüstern im Fleiß, dies – endlich – würde sich lohnen. Wir sind wund, wunderbar aufgestellte Pappmachéarmee. Rundgelutscht und abgeschliffen zeigen wir Ecken und Kanten nur unseren Pappkameraden, mit Stolz, wenn wir, oder sie, uns nicht vollständig ignorierten. Anders: Innewohnend die glühenden Blüher in abgeschwächter, doch Flammen werfender Form. Das bisschen Grün, das bisschen Immerwährend, ergötzt uns nicht. Nur notdürftig Anstand wahren. Erstens besser, wichtiger, größer/schöner/weiterhin relevant (ergänzen sie!) und zweitens: ich. Sowieso. Kurz vor der Wintersonnenwende ist Einkehr angesagt, dass sagt den fett feisten Leibspeisen in gut bürgerlichen Gaststätten ebenso zu wie der bewußten Ernährung mit Demut und helfender Hand. Fern von Extremen basteln am Klardenken. So gefällt mir das nicht.

[Luft anhaltend Liegen auf kalten Nächten, schweren Sachen, nackter Haut, leichten Büchern, flüchtigen Ideen, fläzigen Richtungswechseln, weiten Feldern und fehlen.]

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0 Wald
1 Betragen
2 Wandel
3 Revolte
4 Über See
5 Vertrauen
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