verlasst diesen platz, geht!
vielfarbiges wimpelmeer, so weit augen reichen, übertüncht nur vom lindgrün meines zeichens. zuviele königreiche gewann ich. zuviele. bezwang mann um mann, die frauen, kinder, land, getier. wind trieb mich voran, des feuers brünstig staub folgte; trieb jenen die tränen in die rachelüstern augen die nur verstümmelt, nicht tod zurückblieben. zuviel. ich suchte, und viele folgten mir: mörder, diebe, wildes volk. einige, die glaubten ich kämpfte für eine gute sache und all dies hätte einen sinn. hoffnungsgrün ihre speerspitzen. blutdurst ihre gier, wie die meine. doch die liebe fand ich nirgends. sie überfiel mich. hinterrücks, stach mich, durchstieß mir panzer, haut, haar und herz, wie ein plötzlich stillstarres grasmeer, das zugleich zufall bringt wie zum sturze einlädt. ich rannte blindlings hinein in dieses nun tiefsitzende schwert der liebe, das ich nun nicht mehr vermag es mir zu nehmen, jeden daran hindere, der es versuchen sollte. zuviele; auch du, mein heerführer, hieltest mich nicht auf. das vermag nur dieser wald von speeren. vielfarbig lindgrün, meines zeichen bin ich überdrüssig wegen ihr. der liebe. für mich hat diese hatz ein ende genommen das ich nicht abschätzen kann. zum ersten mal habe ich angst um mein leben wegen ihr.
gebt mir den weg frei.
was von mir
erinnert, wie ich als kind die großen hände meines großvaters bewunderte und seine allgegenwärtige, strahlende ruhe; heute bin ich beidem näher – fürchte ich – als mir lieb ist.
nimmt dich mit
von blinden+tauben. scheiben gegen fahrgäste; was bleibt, der fettfleck des traumes, die kratzer der ungebändigten lakonie. ob nun die frage ‘wieviel fahrten warst du älter?’ aus meiner hellgelben perspektive beantwortet werden kann | nicht, mag nicht relevant sein, jedoch mich reizen die sonnenfleckenstreifen auf gesichtern.
sachenmachen
was machst du denn? für welche.
dem klang der singvögel gleichen, müsse man. farbe+rhythmus bilden ein gemeinsames muster, weit über das einzelne lied hinweg verbindend. was wäre, trüge jedermensch sein eigen mikrophon am herzen, lautsprecher verkündeten zustand+wohl. du hörst, sie hören deins. herzen. geistige nähe, gleichklang durch harmonie im aufgeregt sein+tänzelnd verliebt jauchzend. tonal entsprechend. neugeborene+kinder schrien weniger ängstlich, weil die taktzahl der ihnen umgebenen leichter zu finden, weil hörbar wäre. das grundrauschen der welt: fassbarer.
2 singvögel; so sind es die abstrakten fäden die verbinden.
[ich wußte gleich, da stimmt etwas nicht.]
ernstmeiner
einwegfeuerzeugstichflamme.
die gefühlte masse deutschsprachiger, sowohl als auch ansprechender musike, dieses fern von vielleicht-sein, diese großkunst, dies flimmern und kraftstrotzende im kleinen, die die taxi fahren, dabei so großartigst texten als gäbe es kein morgen und wenn denn nur um wieder genau so wieder zu tun und dies nieder und aufzuschreiben: zum singen, tanzen und tanzen und singen; und freund sein.
jetzt quengel nicht!
ich will aber! nein.
erziehen wir nicht die generation die nach ausrufezeichen kommt, die generation demut im stolzen sinne? die generation understatement? humbug. wir erziehen unser kind wie es einige allzu menschliche eltern vor uns getan haben, mit fehlern und aus ihnen lernen [im gegenseitigen finden derjenigen regeln, die zum teil gesetzt, zum teil uns als einheit wichtig sind.]. natürlich will man bessern, vorallem besser machen als seine eltern – so der tenor – jedoch, auch unser dilemma, uns fällt nichts ein was unsere eltern hätten falsch gemacht haben können. so prüfen wir denn ständig unsere instinkte nach denen wir handeln; nur gegen was?
das eigene grün
es weiß nichts von seiner wildheit, es weiß nichts von der hoffnung, die wir hineininterpretierend in es setzen, es weiß nicht das wir fürchten: das eigene grün. naiv hält man es für schützenswert, pflegt und schneidet, stutzt und ordnet, hält sich für herausragend wegen diesem stück verstand, dieser abnormalität, die einzig und fast allein dann schönes vollbringt, wenn es ausgeschaltet – auf instinkt+kleinhirn reduziert – tun muß. ich schätze dies, keine frage, und ich liebe jenen zustand der überlegung, doch wir vergessen, nicht zuletzt – don’t waste your lips on words!° hast, dein hände. rock, hochgezogen wand – wir handeln [nicht besser!°], wenn wir nicht denken. das andere, das stille schwert geben wir der hinterhand.
im ok
an und pfirsich gelb. der luftballon zieht mich stillstarstehend nach oben. wenigstens standhaft. das haar gerichtet, die kleidung sauber + adrett, doch bewegen kann ich mich nicht. das lichte wärmt mich rundherum, das kleine schwarze wird kürzer, nacht um nacht kühlend. sie werfen mir spielbälle zu, vertrauen mir. abgeprallt prellen sie aus, bleiben liegen im straßengraben. ihr schatten zeigt mit meinen, richtungen | möglichkeiten an. ich denke ausdruckslos, halte den ballon.
was wäre mit nicht schlafen?
ein kleiner regen regt uns nicht, schmerzt nicht. unser kalt ist ‘go to sleep’.
oh.
meierrr•sophiamandelbaum•herzscheiße•nachtwerfen•ruhepuls•
anmutunddemut•delphinehauen•oh, orinoco•annachillmaey•
someone.•milchkleid•lenecorso•dethjunkie•bisaz
(ich kenn einige von euch nicht mal beim namen.)