dear mr. wwwwolf.

das ding mit dem zähne und zeigen und wann besser verbergen, das mit dem fletschen und mit sanftem wort vom weg abbringen, das blümeln zum schmeicheln pflücken, das mit haut+haar verschlingen, das hab ich verstanden. wie geht list+tücke?

//red riding hood

157 days zuvor. 2 kommentare
oh.

.

umtriebig kehrt der frühjahrsputz vor die eigene türe zurück. es gäbe, wissens, genug eigens angestaubtes, vermöbeltes, durch das viele stunden verrücktes, bevor das draussen vollends die oberhand gewänne, müsse er das drinnen in gescheite obhut geben. das ist doch verstehen: öffnen der balkon-. generell der türen, durch zug sehen, was bleibt, was nicht schlicht gewöhnung, was wert ist. das bleibt. ja, das trink ich noch. das? ein eselsohrenarrangement. wann später zurück kommt? in und um, unter umständen. lass mich, ich lauf mich grad frei.

162 days zuvor. 0 kommentare
oh.

10————————–

‘die quintessenz, die quintessenz, die quintessenz.’ – klez.e

aufstehen und lachen! das muss nicht zwangsläufig die durchwachte nacht, zuvor gefangene sonnenstrahlen sein. nicht aufstehen, sich hängen lassen, etwas grau finden – sind wir ehrlich – geht immer.

‘will you remember me?’ – lali puna

scheinbar wahllos winkend wimpel, aufgehängt im zögerlichen wind eines sommers auf balkonien. die decke, die keine ist, weil sie auch vor regen schützt: weiß, gehalten von karabinerhaken an bambusstäben. du liegst, fußbodenbeheizt und malst dir den sommer aus. lächelnd, mit arbeit und tat und lachend spielen im schatten der gerbend strahlen.

‘trägst du mich durch die straßen, ich revanchier mich irgendwann.’ – clickclickdecker

blessuren gehören zum stolz. der winterwind macht sie nur zugänglicher, intensiver juckend, dennoch ahnungslos, was wir damit verbinden. aufmerksam blicken sie aus der dir deinen haut auf die begebenheiten, kümmern sich um nachwuchs. fort pflanze! dieser junge muss verletzt, nicht behütet werden. so it goes.

189 days zuvor. 0 kommentare
oh.

loseblattsammlung.

einige nackte bäume.

[blassgrimmige gesichter kommen einem nicht entgegen, wie lieb, was natürlich an dem aktuell sehr nerven-strapazierenden winter liegt. meinen sie. jetzt nicht, jetzt ist verzweiflung. im frühjahr fallen sie dann übereinander her.]

liegen im gläsernen bug der dachwohnung. sonnenstrahlen fangen frei fliegende sehnsüchte ein. du lachst mich an, kopfüber. ich habe mein kopf über.

es ist früh, frühblüher.

193 days zuvor. 0 kommentare
oh.

noah, das walpaar+der platz unterm spiegel

1.

kirre! klirr klar: von ihm eigenen eigenheiten eingeholt. dabei erwischt und beschämt, gäbe es nichts ferner liegendes denn von schwäche freie menschen. « nützt mir », so sein gedankengang die straße hinab, auf den nächtlich mit seemännern+gesocks vollgestopften, trunkenen pier zu. Mbuyazi Andes wurde mit dem makel des perfektionismus geboren, der ihn stets und ständig stolpern ließe, wenn er nicht regelmäßig davon gelähmt, zertreten in der ecke seines zimmers – einer spelunke – von sich selbst unfähig zur tat gemacht werden würde. « es ist eine strafe in waswärewenn leben zu müssen », antworte er, für ihn allzu oft, nüchtern auf ein lob seines kapitäns. ein makel, der auch im volk der zulu, fehlinterpretiert wurde. selbst von seiner familie, kopfschüttelte er sich die nacht von den gedanken.

er betrat die hafenkneipe. wüsste er nicht genau, wie radikal die welt da draussen sich verändert hatte, wie der mensch – zumindest die wenigen seefahrenden von ihnen die noch übrig waren – sich neu orientieren musste, hier könnte er vergessen. die menschen und ihre lächerliche furcht vor veränderungen, ausgestellt in immer gleichen accessoires, miefig und angestaubt bis zur ewigkeit. amen! trinken half, nicht gegen seine träume, das wusste Mbuyazi nur zu gut, doch deswegen war er nicht hier. die mannschaft brauchte junges, mutiges blut. eine kluges klares wässerchen.

tiefschwarz ist das meer, wie wir es gern hätten, nachts, wenn der wind heult, weil wir es nicht mehr können. tiefschwarz der himmel über den blanken planken und darüber hinaus. keine sterne mehr. scherben einst gestählter männer fallen in die see und verrotten dort. wehe dem der hinein sieht in das tiefschwarz getöse.

211 days zuvor. 0 kommentare
oh.

zweistreifen

zwei streifen. unten, oben, im bildausschnitt: realität. filmwärts, die nie ruhende herzstimme. was sie sagen will, verstehe ich nicht.

eingewickelt, gar malträtiert von lichterketten. relationship of command. sprungbereit, in warmkaltes licht getaucht auf der balustrade stehen und wind schneiden lassen. geliebtes selbst, du absolut, gestählt fast von grünzarter frucht, atmest du das aufstehen, die wiedersinnig wiedergeburt deiner selbst durch nichts mehr ausgelöst denn ein paar inhalierte sonnenstrahlen, die jemand für dich malt den du magst. blassblau und das lind, welches dir am herzen liegt – und deswegen schon vorblüht, denn die unvernunft einkehr und ruhend stein auf wasser tropfen. ha!° schneid’ mir luft, reib’ mich rosarot, bis blutend nase luft fordernd zurücksteckt: ich gewinne.

kann ich morgen haben.

267 days zuvor. 0 kommentare
oh.

wunderkind

reichlich raunend regen. du willst dich dem nicht entziehen, noch quer liegen, der aufgestauten aggressivität dir begegnender verkehrsteilnehmer. du kennst die ignoranz kleiner gesten, die brutalen möglichkeiten von unhöflichkeit. du möchtest sie… doch du magst sie, lieber noch menschlich, doch das traut sich kaum noch einer. du stehst nicht im regen und irrational so obenhin mit gefühl gefüllt verdampfst du wasser/kälte, auch die menschliche, mit erstaunlich wirkender gleichgültigkeit, wäre sie nicht auch irgendwie liebe. was dann? soll das? kannst du dafür? eigentlich nicht, du bist der erwachsene junge, der seit jahren nur durch fragen stellen durch das leben kommt: neue fragen, neue schritte. nichts verstehen. the german wunderkind.

270 days zuvor. 0 kommentare
oh.

der nähe effekt

ausgetreten. umgedreht, zurück gelaufen, die nur kurz gewundene treppe in übertrieben großen schritten genommen, die milchglastür geöffnet, drei schritte wie tannen, zu den cd-regalen und nicht lange gesucht, sie gefunden und draußen im auto den tonträger in den dafür vergesehenen schlitz gesteckt. gehört. in mich gehört. nichts vernommen.

‘ein altes, bekanntes gefühl ist plötzlich gedanke, viel schneller sprache geworden, hat hin gefunden in einen satz, der nur ihm gehört. den nur er hört. der nur ihn hört.’

wo beginnt es? mit der abgeschlossenen tür der alten wohnung, dass ich nicht mehr so oft in deiner straße vorbei gehe, den balkon nicht begrüße, wo wir saßen bis in lau, laute nächte hinaus. hinter verschiedenen morgen, in verschiedenen farben, hinter erinnerungen, die beiseite gelegt sich selbst schönen, du dies erkennst und zurückZURÜCK rufst, um sie auf das mindestmaß, nämlich das der realität, zu reduzieren, hinter gelaufenen stationen, mit höchstmöglicher geschwindigkeit an deiner s-kurve vorbeizufahren mache ich auch nicht mehr, deinen namen ruf ich nicht mehr, wenn es mir schlecht geht, so wie ich es immer tat, hinter den jahren versteckt es sich, wie es nur zeit möglich ist sich hinter zeit zu verstecken: dieser beginn. wo und wann es anfing, kann ich nicht sagen. das mittendrin verliert man, so oft wie das schlüsselbandlose kindergartenkind den schlüsselbandlosen schlüsselbund, darum ist es nicht schlimm. nur das es vorbei ist, das mit dir und ihm, das wird dir erst mit dem hören von nada surf bewußt. es tut nicht mehr weh, du tust mir nicht mehr weh.

//nada surf

[nur die kopf gebundenen fotos haben.]

273 days zuvor. 4 kommentare
oh.

about moving

berühren.

du lachst soviel. wieviel die menschen lachen. hinter vorgehalten vorhang dann der hang zum weinen. du kannst das nicht. kann mich deiner tränen nicht erinnern. eine lange weile dir widmen wollen. kommt bestimmt. gestern war schon lang nicht mehr. fühle deine form, hülle dich in warme gedanken.

275 days zuvor. 0 kommentare
oh.

in sperrangelweiten räumen

im ernsten licht.

am wolkenfluss gestanden, kleine steine hinein geworfen, vergeblich auf sich ausbreitende ringe gewartet. du hasst verantwortung. du hast verantwortung, das kleine mädchen zeigt dir – nicht zuletzt – wie vereinfacht bereichernd verantwortung sein kann, wie lebendig sie sich anfühlt. sie sagt: sei kind, die aufgabe. die aufgabe, die keine ist, zumindest ohne aufzugeben. sei freund, sei sohn. sei enkel. sei stark. sei geliebter, anlehnbare schulter, sei demütig+frohsinn, work hard und party hard, sei still und still standing; kein leichtes.

hat ja keiner geahnt. als kind ist schlichtweg alles schön. //oder schlecht, wenn du gerade deinen lammwickelbraten nicht essen willst, er entsprechend zäh wird oder das zimmer garantiert nicht aufgeräumt werden kann – du musst gerade raus, die bande braucht dich. sturm+drang hast du überlebt. das weltverbesserische, unvereinbar – rückblickend – mit naivität und unvernunft genug im hirn/herz nächtens durch die strassen zu schleichen, lamentierend, wütend, von zorn gestaltet schönes sehen und gutes schaffen. hat ja keiner geahnt, diese vernunft, die einsicht, überfallartig artig werden. gekonnt kannst du trotzdem nicht viel. mehr denn je schönes sehen. soviel zumindest.

hat ja keiner geahnt, dass diese fähigkeit, dies gut, von nutzen sein könnte, wenn du es denn beherrschen gelernt hast.

‘du sagtest, da is soviel krebs in deiner familie. da ist zuviel angst in deiner welt.’ – tomte

das hat nichts mit erwachsen werden zu tun, erwachsen bist du rechtlich gesehen mit 18jahren, geschäftsfähig+geschlechtsreif viel früher, lernen musst du dein ganzes verdammtes leben lang und alt wird der tag auch von alleine, ohne deinen zellhaufen. das lehren ist der unterschied zwischen verantwortung und verantwortungslos. du siehst ein, du bist soweit.

dir wird das wolkenflussufer bewußt: vergiss das träumen nicht, junge!°

281 days zuvor. 0 kommentare
oh.