howto piraten spielen.
was piraten in büchern niemals machen.
was piraten in büchern niemals machen.
der klitzernd klingende schimmer sanftmütigen, aber müßigen rotes. das bett will nicht einsehen, nicht ansehen, nicht wegklappen unter dir, es ist nicht fähig zur masse der betten zu gehören, die tagtäglich wegklappen, ihre insassen auswerfen, den abglanz und den abgesang der nacht glatt streichen können. es ist nicht nicht-mögen, es ist eher: das bett wurde herausgeworfen aus den tätig werdenden alltäglichen tätigkeiten. einfach so. tüchtig war es, gewärmt hat es, ja, es bildete sich sogar einiges auf die kunst des zusammenbringens von menschen ein, dieses bett; nun ist es – ohne vorgegeben sinn, bei vollem verstand, belegt mit dir.
» du, tag? « hörst du es bitten, » lass uns doch wenigstens einen espresso machen. mir ist das auch nicht angenehm. ja? dann sehen wir weiter. «
…
ältere sie: sie riechen nach erdnüssen. ich liebe erdnüsse.
er: …und sie riechen nach alten menschen und seife. das hab ich gern.
kinderzimmer aufräumen-
er: was ist denn hier schon wieder alles zerfetzt?
kleine sie: papa, ich muss auch mal was kaputt machen dürfen.
er: wir töten wespen nicht aus spaß, nur wenn sie uns doll ärgern und stechen wollen.
kleine sie: ja.
er: hast du das verstanden?
kleine sie: ja.
[...]
kleine sie: weißt du was, papa?
er: was denn?
kleine sie: wenn wir eis essen und wespen kommen, dann halten wir unser eis so hin, streckt den arm aus dann können sie naschen und sie lassen uns in ruhe.
er: genau.
kleine sie: und wenn sie uns doch ärgern und stechen wollen, dann schlagen wir sie auf den boden und treten drauf, ja? hüpft von der bank und tritt heftig auf den boden
er: da hast du gut aufgepasst.
kleine sie: aber nur! hebt den zeigefinger wenn sie uns ganz dolle ärgern.
er: da hast du recht. wir töten nicht aus spaß.
[...]
kleine sie: papa?
er: ja?
kleine sie: ich geb mein eis gern den wespen, wenn sie naschen wollen.
er: die brauchen ja auch etwas zu futtern, genau wie die kleine biene hier.
kleine sie: aber wenn sie mich ärgen und stechen wollen, dann trete ich drauf. hüpft nochmals von der bank, tritt hart auf den boden und tropft dabei mit eis
er: genau so.
kleine sie: und wenn sie uns dann immer noch ärgen, rennen wir in die bücherei, ja?
er: mit eis kommt man da aber nicht rein.
kleine sie: dann schmeiße ich es weg.
er: für die wespen?
kleine sie: ja, genau.
/vonwegen erziehung
auf der kindergärtlichen an~ und umkleidebank. die tochter kämpft sich durch die morgendlich schier unlösebare aufgabe des richtigrum hausschuhe anziehens. er tritt kreise in den langen flur, lässt sich seine engelsgeduld jedoch nicht anmerken.
auftritt schicki-micki-mutter mit 5jähriger tocher, eher klein geraten.
sie (setzt die kleine auf die bank): warte hier! ich hole noch dein frühstück aus dem mercedes.
kleine sie nuschelt etwas an ihrem nuckel vorbei.
sie (verärgert): mit schnulli im mund verstehe ich dich nicht, mein schatz.
kleine sie nuschelnuckelt ununterbrochen vor sich hin, die tonlage spricht von verärgerung und missmut.
…
sie setzt den nuschelnuckler auf einen sehnsüchtig wartenden schoß und geht.
man kennt das. aufgestanden, das heißkaltheißkalt und nochmal kalte wasser hilft nichts, man wird nicht munter. gut, dennoch das kleinkind aus der koje schälen in der guten hoffnung auch jene wäre noch zu verschlafen für irgendwas.
kleine sie (reibt sich die augen, wirft vehement die bettdecke von sich): lass uns spielen; ich bin eine pizza!
er (lachend): lass mich raten, mit salami?
kleine sie: und tomatensoße!
kleine sie legt sich flach auf den kinderzimmerboden: du musst mich backen!
man kennt das.
im museum. allüberall rennen kinder mit ihren erziehungsberechtigten von einer vitrine zur nächsten.
kleine sie: papa, ich möchte das alle tiere nicht mehr ausgestopft und wieder lebendig sind.
er schweigt.