m‘dear.
nicht am stadtrand festhalten wollen, rein: sein. furie euphorie. du verrückte. ich halte mich an dich und mir kann alles geschehen. das ist wundern, das ist möglich und das – verdammt nochmal – will ich mir selbst aussuchen. wieso nur mit dir, frage ich schon gar nicht mehr, ich folge, laufe, übernehme randstein um stadtteil um eisdiele. angefangen bei mir, was das wichtigste ist für den moment.
//dachte schon, ich hätte dich verloren.
oh.
ansehnlich. ampelgrün gepaart mit fleischig rosa blütenmeer. strauch um strauch gewinnst du land. die vielen ebenen der menschen gemachten strukturierungen fallen dir ein, beiseite! du bleibst stehen und prüfst und bewunderst, auch staunend, die rückkehr der einzigen macht, die dich tragen kann. der du wasser reichst. strahlend einfach, wie dein gemüt, wie dein verstand, so verwirrend simple, so ist sie: wachsen und streben und strahlen trieb und treiben und verfallen und heimlich aufbäumend gehen.
endlich tanzen!
electromagnetic ♥. du ziehst dich nur langsam an. mit bedacht nimmst du jedes kleidungsstück zur hand, wägst ihren wert in farben, beeindruckst sie im umarmen. immer weniger werden sie dir mehr wert.
nur das noch.
lass es fallen, lass fallen, fall!° den reinfall einfordern. gott mag bitter sein, klirrkalte winter verteilen, doch abhängen kann ich, wie er. also lass mich fallen, werter herr. das bett, das fein glitzernd gold der forsythien, das reine schatten spenden der kastanienblätterwälder, fast gemacht, den rest – mit verlaub – mache ich mir selbst zurecht.
lügen. immer schön lügen. das zeigt wie perfide zeit eigentlich ist. der junge morgen und ich, wir zogen uns heute schnellstmöglichst an [sicherlich] und kurz darauf vom balkon zurück: das gebrüll der singvögel, heiser taten sie uns leid. warum ist eigentlich klar stellen so schlecht angesehen? es ist doch nur sonnenlicht und offensicht! ich könnte mich zur seite stellen. mit geschloss’nen augen und flattern in den armen. meist behaupte ich dann steifenherzens ich könne gar nicht weinen. ginge gar nicht, lief nur so.
dein stets ist schön. unangefochten weiche wärme in haut.
die zeit zwischen zeiten
die straße liegt im schatten des noch frühen jahres, abgestandene warmluft der vortage vermischt mit auf der lunge klebenden abgasen, dazwischen aufstrebend blumen. die häuser, gewollt modern, ergrauen über minuten. eben eingeparkt, die tasche um die schulter drapiert, fällt er gegen das auto, wirft den kopf über die reeling, blickt den himmel an und raucht. der boden schwankt, die möwen fressen die reste des verstauten fanges, die netze hängen geordnet an ort+stelle, tief im bauch des kutters brodelt eine dampfende kartoffelsuppe in der kombüse. er schiebt die mütze in den nacken, wie die wohltat essen noch hinaus. die aufgehend sonne glitzernd klitzeklein. » auf die haut. nimm mich mit, verzehr mich, ich bin dein. « denkt er im letzten glühen der zigarette. wie verletzt richtet er sich auf, schiebt die mütze in die stirn, grimmig, schließt das auto ab und geht seiner wege.
earlier today: der ballettänzer.
an kontur verloren. die oberfläche der, was die sichtweite frei gab, welt gekörnt. eine stille begehrlichkeit umgibt sie, somit mich und alle die sich trauen könnten zu sehen. sperrmüllpiraten, am rande der nacht herrschen sie sich an. drei schritte weiter, schon wieder dunkel: ein schönes und trautes. atem holen, im rennen begriffen, atem holen am kiosk, der schon auf hat, beruhigt. atem is aus, hol sie der teufel. in filmen mag der junge morgen schön anmuten, der echte ist reichhaltiger.
röcke: roll out.
schönstes vielleicht, unbekümmertes ‘warum nicht’, einfältig fällt uns nichts besseres ein, wir ziehen die jacken aus.
wie ich die liebte.
was nicht heißen soll, ich wüsste mich nicht aus knallgrau zu befreien – doch jetzt gerade ist es gut, bin ich erstaunt über das violett der krokuszwiebel, die, erst des vorangegangenen abends gepflanzt, über nacht fast voll scham erblühte. es ist vielmehr festgesetzte faszination, dessen akzeptanz mir schwer fiele, wenn ich nicht wüsste wie der osterhase läuft, wie wir jedes jubelnd jahr die rückkehr der farben huldigen. wie wunderlich das wunderkind in mir sich wundert, wie wunderbar. frohlockt! lockend reib ich mich an wind, nicht auf: munter.
//jetzt bloß keine ungeduld beweisen.
berg, klein
geh weg, grundsolider rückhalt. hoffnung, stahlgrün bemoost, nicht aufzuhalten. feinsilbrig schlieren hinterlasse ich im streicheln dessen. das fünkchen stolz, das quentchen glück, ausschlaggebend, es fehlt. keine angst, ich warte ebenso, schütze mich mit klebrig essenz, trage der aufmunterung geschuldeten jacke, schlag mir den wind aus dem gesicht, wachse innerlich, erstarke.
//wir brüder.
[im frühjahr, ja, da kann man zudem prima musik wiederentdecken. oder sachen. strickjacken, wenn man will. ich will. und würde ich ausatmen, ich wüßte wem ich atem spendete.]
quasie.
das ungesagte im raum. lettern riesengroß, unter der decke, dem teppich, in erschreckend vielen schubladen, selbst draussen, beim luft holen, im wasser auch. //uppercase.
das wort in watte. in lose stränge handlung/das leben gepackt, lose und von belang, auf ihre art; das wort heilt. du verstehst nicht, dass es ausreicht nur zuzuhören, dass ich deine stimme atme, zum atmen brauche, dass mir nicht ferner läge als sie dir zu nehmen. mit allen worten, die ich sagen kann, bin ich unvollständig.
dontlookdownorback
gib den vögeln blöde namen. unsere namen. trieb treibt sie raus ins schmeichelnd feuer des tagwerks. lass sie glüh’n, verblüh’n in deinen armen und verblassen.
erwachen.
der windig nachtfuchs lügt! er windet sich unter zitaten der texte, die wir lasen, dessen eindruck uns unser leben unter druck setzen ließ. jetzt laufen wir. liegen in pfützen, weil sie die see sind. irgend artig mit sich umgehen heißt, nicht nur umher zu blicken. //sich auszudrücken heißt, nicht nur bewegen lernen.
oh.
meierrr•sophiamandelbaum•herzscheiße•nachtwerfen•ruhepuls•
anmutunddemut•delphinehauen•oh, orinoco•annachillmaey•
someone.•milchkleid•lenecorso•dethjunkie•bisaz
(ich kenn einige von euch nicht mal beim namen.)