ferngespräche
in this shirt – fuck it all – bin ich unverwundbar. glaub ich. //die macht ausprobiert. sie glaubt mir.
menschlich dasein
du standest genug unter freien himmel. die fingerkuppen blutig, frost vor kälte. wind tost und spricht zu dir, rotwangig entgegnest du etwas. unverständliches. unbekanntes land. drinnen das muschelbild neben der tanne. grünst ja nicht nur zur sommerzeit. halt mich, halt mich fest. tu so. wie wenn das jetzt für immer wär. mein bauch will aufhören. spricht gefühl, ist kalt. du hast die funktionsunterwäsche ausgezogen. very very vampir, zu weit der blick auf decke, dach, denkend is nicht. du liegst. freien himmel atmen, das unrasierte kinn, das kratzige auf unterarmen ausruhen, den ungewohnten, den geliebten winkel auf den boden gebliebener genießen. willst du? will ich. billiges vergnügen: sich selbst genug und ausreichend sein. kunst, plakativ, schwer für mitmenschen. kaum zu verstehen, kurz vorm lethargischen, vermischt mit aufspringen und energetisch schnee verwirbeln. stürmen gleich. die schweren anziehsachen, ausgezogen um dich runter zu ziehen, möchtest du ausziehen, tee trinken. ein kreis. so liegst du wieder, sammelst eindruck um eindruck bekanntes, bis es dich wieder rauszieht. du standest genug unter freien himmel, jetzt möchtest du unter ihm liegen, ihn lieben, nackt räkeln, gemähtes gras riechen, den wind spüren, der auszieht, mit zieht zum meer; wenn es nach dir ginge, liefe alles viel viel zu schnell. jahre sekunden. //betten. gesund altern. spüren.
nachts ticken die uhren lauter.
a, b, c, d, e, f, g. benenne sekunden, tage, wochen. urlaube! renn zweifelsohne frei durch gegenden, behalte sie ein stück und bring dich nicht unbedingt, nur wenn du willst, ein. muss nicht, auch frei von zwang sein. herz on herz is change. kirre! klirr, klares himmelschwarz, getränk bier, getränkt in wolken. erdachten uns dächer als begrenzungen, um nicht verrückt zu werden. außerstande im standesgemäß bescheidenen mischmasch der gegebenheiten, der aneinanderreihung derer am planenden nicht früh, aber stückstisch, ruhe zu erkennen. von außen wirkt dies sicherlich konfus. du erholst dich so. stillstand macht dich… geht nicht durch dich durch. bist ja nicht von zucker. apropos schlafes verwirkter bruder: glück ist vielleicht die warme decke, doch beruhigen kann sie nicht. nichts ist nicht schlimmer.
//aberaberABER!°
stadt+farbgewalt.
ein neues etwas. bunt, laut, selten genusssüchtige seiten der zeit. die stadt tobt, die menschen in ihr verhalten sich fern von verhalten, trinken, lachen, lieben sich, schlagen auf, schreien.
man kann es nicht anfassen. man kann es riechen, schmecken, tanzen, im kopf dessen leben. der obligatorische blick zurück nach vorn? in ruhigeren momenten, vielleicht mit sicherheit. du trinkst dann bier, stehst der weiten himmelsfläche gegenüber, hältst den nacken verspannt kurz, den kopf funkelnd jedem lichte entgegen in der banalen hoffnung, es könne dich trösten. eine spende, bitte. it’s hard to say good night, jahr. wir sterben gerade für dich, für licht, wollen in januars arme, sie verlieren/vergessen im februar, märz. rein sein, mit den sommernarren, den h.c. andersenchen, hoffen, uns raus trauen.
ab sofort: mehr schepperstellen! streichen wir pardon, entfernen wir entschuldigung aus wörterbüchern. nicht, weil es nicht gefällt, nicht, weil es so exorbitant oft genutzt, damit abgenutzt ist. nein, das mögen wir leiden. wir lieben und leben unser verdammtes leben, dafür werden wir uns nie wieder entschuldigen. es ist unsere zeit, die da kommt. das wissen wir. zwei null eins null.
/prost.
das glaubenmachen-meer.
komm besser raus, ins haus der offen stehenden möglichkeiten. flute flure, falle aus der ordnung, rücke möbelstücke und rutsche bäuchlings auf parkett. wenn du schon bäume umarmst, dann richtig: hand in hand mit jemanden dir wichtigen. das ist das wichtige. dear wolf: ich kenn dich doch irgendwie. augen zu und laserlicht! ganz langsames, das des sonnendecks, lachend teppichboden. der größte teil meiner vorstellung vom glück spielt auf dem boden; tatsache! träume: die decke.
die nacht vor weihnacht
tradition verpflichtend gebrochen.
anders.
verpflichten tradition zu brechen.
anders.
die pflicht tradition nicht zu brechen.
anders.
die pflicht tradition zu brechen um sie zu erhalten.
wir feiern weihnachten nicht anders. wir feiern es nicht besser. nicht schlechter, selbst grau wäre frevel. wir feiern weihnachten wie wir es gelernt haben. du auf deine weise, ich die meine nutzend. basierend auf jahrelang gepflanzten erinnerungen. das was schön war blieb. es einem kind mitzugeben, sich selbst von eltern loszulösen, ihrem weihnachten, ihrer feier, ist das schwierigste. da bereitet einen keiner darauf vor. das ist keine revolution, das ist kein sturm+drang, das ist kein verbessern in eigentlichen, schönenden sinne. das ist der lauf der dinge. ihr habt es geerbt, wir auch, wir vererben es weiter.
wir gehen jetzt in die kirche zum fest. ich hatte tränen in den augen. gnadenbringende… freude… herrlichkeit. gläubigkeit liegt mir nicht, das wisst ihr. ein mensch des fühlens, des wissens habt ihr aus mir gemacht und dafür danke ich euch. wir waren spazieren, haben die hässlichen kletternden weihnachtsmänner abgezählt, wie wir es mit echten, den verkleideten menschen damals taten mit meiner tante spazierend am huttenplatz. wir tranken wein und haben uns an gans versucht. es war gut. ihr habt vererbt. wir vererben gerade. das ist es ja was schmerzt.
//danke.
vor • zurück • wiegeschritt
bildgebende verfahren. vergangenheit ausmalen, um nicht so schrecklich nackt zu sein.
sterne sind nur punkte, machen keinen sinn. [wer sie verbinden mag, soll was ordentliches entstehen lassen, bitte.] leuchten nur bedingt wege aus, die menschen sind so dunkel, dünnhäutig. deinen erinnerungen gleich: blass, das vermeintlich erinnerungswürdige auf gutes beschränkt, negatives unter gelernt verbucht und ausgeblendet, schal. die farben fehlen mir am meisten an vergangenheit. damalige musik vermag sie zu rekonstruieren, geschriebenes ergänzt es zu einem bild, angereichert mit dem hässlich geschönten, vielleicht die wahrheit. was weiß ich. dilettantische hilfsmittel für unzureichend verstand+leicht zu betrügend herz. ich vermisse sie, war doch noch gar nicht fertig mit lernen aus ihnen, mit ihnen zu gestalten, den getanen fortschritt verbessern. mich zu besser, versprach ich doch. birds are the family. ach, will ich doch verlieren und bin ich nicht unzureichend vorbereitet auf das vergessen, dem einhalt zu gebieten, verbieten die vorboten. überbringer schlechter nachrichten, ich herz dich. zeigst du mir mein leben, malst du mir meine vergangenheit aus. wie war’s? die schrecklichste aller fragen.
abgesehen davon angesehen: atemwolken. schön gefunden.
//es wird werden.
zitronenkonflikt
treearms.
die chancen geboren zu sein UND KIND stehen schlecht, was das erwachsenenleben nicht schlimmer macht als es ist. schließlich bekommt man das beste geschenk ever mit: das lachen.
//andere augen.
kleine sie: wie sauer bist du?
er: nicht zitronensauer, keine angst.
kleine sie: lecker! heiße zitronen.
angewandte kunst möchte ich diesen + jenen empfehlen, komme jedoch nicht zu wort. das offene ohr mit geschlossenen kopfhörern gestopft.
das gute alte gedöns
zur zweiten stunde. dünnhäutig ist schlaf, sein bruder steht an der nur vom streulicht der ausdampfenden stadt beleuchteten balkontür. beruhigt mit hand auflegen, mit stirn an fest/kühler scheibe den regen, der doch schnee sein wollte, nicht konnte, deswegen verzweifelt rann. filigran verwoben verwirrt. so er. zum verstehen kommt er in diesen momenten nicht, weil er zwischen schlaf, sich selbst ausgedachten, sich selbst mit verteilten stimmen erzählten märchen, verständnis sucht.
oh.
meierrr•sophiamandelbaum•herzscheiße•nachtwerfen•ruhepuls•
anmutunddemut•delphinehauen•oh, orinoco•annachillmaey•
someone.•milchkleid•lenecorso•dethjunkie•bisaz
(ich kenn einige von euch nicht mal beim namen.)


