nulleins

am fenster.

beobachtungen durch rahmenhandlungen, die trennen und wohl fenster heißen sollen.

days downhill

//den tag zugezogen.

und der vorhang ist immer ein ganzes leben. es erzählt, erzählt, zählt, kotzt mich an. ob ich zu weit war.

es war dieses | letztes jahr, der 27. januar, der so eisig war. die hände taten was sie am besten konnten: weh. über gegenstände, zu erledigendes gelegt, einschlafen gemacht, zärtelnd papier mit bleistiftspitzen gestreichelt, ausradiert, angebracht, gepflegt, gehalten, getröstet, gepfiffen, den kopf in die sonne gehalten. eine passage hätten sie lösen sollen, beim einsteigen festhalten, fenster streicheln, das wertlos gut, was land schafft, zwischen einen, und vergessen mitnimmt und zurück lässt, hier, wie dort, das was beruhigt: landschaft.

simuliere reise mit geschwindigkeit. rase rasen hinab, von schnee noch versteckt gehalten, guckguck rufen traut er ihr nicht zu. unverstand, gelogenes verständnis, verwirrung erhalten, das schloss gestürmt, eisblumen angeglotzt, missmutig, nicht liebend. früher, ja frühjahr malten wir grün, nicht bunt, aber ausgiebigst phantasierend.

tage downhill. hab meine schutzkleidung vergessen. //am besten man schützt sich vor erlebnissen.

ooo

nachts

von wegen schwarz lässt sich nicht ausmalen.

ooo

die endlichen dimensionen [sichtweite]

don’t worry about the government.

aufgenommen mit einen klick, schlitzverschluß augenlider. orangerot durchleuchtend. das können kameras nicht, die deinen lippen spüren sowieso nicht.

als ich endlich 31 war, sah ich ein: alles ist gott. gut, mein haar wurde geschnitten, die milchkaffeebraunen brüste der friseurin hingen mir auf den schultern, wäre ich mit stummheit geschlagen, hätte sie meine anweisungen wenigstens nicht überhören können. braune brüste, im winter: wie absurd. sie legt sich in eine maschine die gott gleiches sonnenlicht imitiert. schlecht. ich sagte nichts. rieb mir die filtzelchen haare von der stirn und verließ den laden nicht ohne ein trinkgeld zu hinterlegen. susi! was ich nicht verstand, die naturwissenschaft, die logik noch in den fingerspitzen: wenn sie gott ist, ihr liebhaber gott ist und der baum, an dem sie es im frühling treiben werden, gott ist, wird es nicht ein gott ergießt sich in gott sein? ein gott füllt gott aus; reißt sie dabei womöglich die rinde, im sinnestaumel, herunter: ist das für ihn verletzend?

auf!sehen geht es los. jeden noch so schmalhüftigen, jungen lichtstrahl hinterher gesehen. er könnte ja, wenn er wollte, doch er will nicht.

ooo

wolken [und darunter]

streusalz ist aus. schlitten sind aus. sonne ist aus. reden ist auch aus. nur, das verschwendeten wir. außerordentlich gut+gerne machen wir das wieder.

Thunder Clouds by pdeee454... Pat Dalton.

was man immer wieder vergisst: probleme machen sich köpfe. sie finden sowieso statt, finden einen kopf, nisten sich dort ein und ehe wir uns versehen, liegen wir nachts wach und grübeln grübchen ins kissen.

angenommen wir teilen probleme, sprechen spuckend das aus, was quer liegend in magen/darm und sonstigen trakten nächtlicher mondbeleuchtung so absurd groß wirkt, reden von leib+seele, lächeln ob des geringsten aller anzunehmenden widerstände des wiederlings gedankenteufelei und dessen von flüchen begleiteter geburtsvorgang, dessen tod, mögen wir. wir kommen nicht umhin es gut zu finden. dieses reden, es ist leicht. leichter noch danach.

angenommen wir sind zuhörer, zuseher, gutzureder, anteilnehmer einer solcher begebenheit. wir sitzen auf teppichböden, lösen, hören, und sehen zu und reden und unterstützen und gut da zu zureden, ist es nicht ein leichtes, eigene probleme für nichtig zu erklären? messen wir nicht, können wir leid messen? ist das rechtens? es hilft jedoch, beruhigt gewissen in maßen, noch viel mehr natürlich den problemanten doch irgendwie helfen zu können, das einfache, die lösung: reden.

//jedem sein reden [als recht] UND jedem sein zuhören [als pflicht]

ooo

aus einer henkeltasse trinkend festgestellt

« seht her! so schön ist winter. » ruft tiptapptap der blackbird, die amsel triumphierend. den schnabel voll körner aus dem nahe gelegenen futterhäuschen, ist es ihr ein spaß, den frischen schnee musternd zu bemustern, die einen+anderen extrarunde zu drehen, das ergebnis zu begutachten, um sich daraufhin, weder flügellahm noch stolz davon zu fliegen.

//1und waswärewenn.

ooo

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polarlichter. wir verschwenden die kalten monate. der heiße zitronengeschmack ist anstößig sauer. die nachbarn räumen ihren schnee nicht. fehlend erheben wir fahle farben, falsch gemünzte tage, von kleidung schwere schritte und nudelsupper zum non plus ultra. forschen müsste man. in gesichter sehen, sich bilden. wolken ziehen lassen. in im denken gefaltete hände halten stirn. gestirne, ebenso gelangweilt setzen sich höhnisch dort hin, wo wir sie nur neid- und lustvoll betrachten können. nichts tun.

//folge diesen spuren nicht.

ooo

[im neuen licht]

der prozess. kein schöner. keiner, der zur schau gestellt, verwendung in klatschblättern finden würde. zu ungemach, so selbstverliebt, schaudernd schön er auch anmuten würde, in zeilen auf eine überschrift, eine erläuternde zeile und tag für tag mehrere blocksätze neue informationen/wendungen gepresst, er tut weh. der ankläger, die unparteiischen, das recht und der verteidiger: man selbst. der tatbestand: altern.

ohne umschweife entdecke ich zweifel am tun, der aktuellen tat, dem werden. wie es gedreht/gewendet schönheit gewinnt, die lust am entdecken unbekannter, unbedachter fragmente eines spitz hell aufleuchtenden gedankenganges. ich gehe nicht mehr so fort, sofort überdenke ich, vergleiche mit erlebten begebenheiten, umschiffe sie gedanklich, reihe schritt an schritt an schritt. eile so voran, im sitzen, im nichtstun. ich bin vorsichtig geworden. ertappe mich häufigst in angst, die – überwunden – unumwunden nichtig wird, selbst wenn unvorhergesehenes auftritt, selbst wenn die reine lehre den weg versperren sollte; ich löse es. der reine weg, meine lehre, ist das schwert den gordischen knoten zu lösen. das musste ich lernen. das tat weh.

aufgerieben, wie ein stück guter käse geschmack aus vergrößerung der oberfläche gewinnt, entdecke ich kleinste wunder. neuerdings. sie reißen mich nieder, bauen mich auf, können gut sein oder vernichtung, denn ich sehe auch verlust. ich träume davon. nacht für nacht, zu kurzen nickerchen getürmt ist verantwortung vielmehr glück als sorge, dass weiß ich jetzt und es erfüllt mich mit stolz und zielen und wohlig, nebligen vertrauen. das zahnpastalächeln des wider besseren wissens: hoffnung. besser als angst, die flüsternde.

ich stehe im besseren licht, es neut sich. aufgerissenen augenpaares fängt sich leben an mit sternenstaub zu füllen, hier werden welten geboren, wo vormals nur dreck und matsch und verstand regententum bilden. kinderwelten sind so einfach, mit teppich überzogen, zum hinfallen gemacht, das blut von geschrammten knien lecken und die nächste straßenecke wartet mit entdecken auf. ich kann sie wieder sehen, diese welt; ich kann jetzt astrid lindgren verstehen.

ooo

ich glaub, es war september

liebe schmeckt nicht, sie riecht fürchterlich und wenn ich irgendwann mal ehrlich zu mir wäre, müsste ich mir eingestehen: sie ernährt nicht. die sprichwörtliche zutat luft schien nie nahrhafter. schmeckt! wie lässt sich nur diese sehnsucht erklären?

der tag ist kühl und ich bin klar, soweit klar. kaffee kochen, das verstreute etwas verstand bei der hand, zum mund – überlegend geste – und zur tat führen: ein leichtes. zwangsweise compilepausen, builds, durch die wohnung tänzelnd aufräumen. liegen gelassenes gelassen aus dem weg räumen. der rechte platz für dich und mich. sie, die kleine – unser – versorgt. es ist nicht nur weil der mond scheint. ich tu es für dich.

ich erklär dir liebe, steh und lauf dazu, wie ein kleiner junge, großbreitschwer, schlaksig neben dir her, durch diese stadt, die die meine geworden ist, die deine immer war. ich halte so viel von dir, ich blicke zu dir auf, deine erfahrung, das leben betreffend, alles. es verwirrt mich, dir zu erklären. mir fehlen die worte. bier! mh, sie tropfen nur so heraus. die nacht ist kühl und gut und klar. die stadt leuchtet zum zittern. der snack in der bar mit lauten, saufenden menschen viel zu groß. wie erklär ich liebe, wenn es doch gerade das auch ist? reden, jetzt bloß nicht stille sein.

das kleine mädchen, das sich festhält im loslassen. die eine starke hand braucht, um sich herum: behütend. die entdeckt, fragt, erklärt, verklärt, im spiel versteht, wächst, scheitert, fällt, aufsteht und weiter rennt, als wäre nichts gewesen. durch mich. auch das, von mir geliebte liebe.

ich und du. ‘oh, ich weiß, für uns zwei sind drei worte viel.’ du wirfst mit kissen nach mir, wenn du dich unsicher fühlst. in den wind flüstern wir uns zu, kennen uns doch kaum genug. ganz genau. du sagst halt, bevor es nicht weiter geht, atme und all so dinge; ich höre auf dich. du glaubst meine erklärungen, die ich nicht besser weiß.

[…]

ich glaub, es war september. irgend dunkle jahreszeit. die schiene schier nie endendes glück. das licht, ein ebensolches. das lind kühlt. laser sollen zucken. traut im bett: ich+die zeitmaschine. träumen für vorwärts, erinnern für rückwärts.

sehnsucht! diese verdammte sehnsucht. mit einmal wird es klar: ich lieb mich nicht.

ooo

sing song girl

wo es auch gut ist: draussen.

du? wieviel deiner fenster müssten geputzt, was noch erledigt werden? es hat niemand gesagt, es ist leicht in häusern zu leben. die urbane ansammlung menschlicher koexistenz, aufgestaut hinter mauern des lächerlich dämlich lächelnden selbstschutzes, zur profanen verteidigung des eigentums nutzloser, zur unterhaltung in dieser einöde, geschaffener gegenstände. nomaden, die wir besser geblieben wären, nutzen fenster zum über freiheit singen.

//jenseits der stadt hältst du inne. das leuchten ist weg.

ooo

chancengleichheit

wann kommen wir uns näher?

abgestanden aufgestanden. rein naturgesetzestreu dürften wir gar nicht stehen, wir dagegen rennen. sind nicht auszuhalten im nicht aufzuhalten. was macht uns bloß so unsicher?

es kommt der morgen, du stehst vielleicht an s-bahn gleisend licht, in strängen fortführend und harrst aus. es kommt der tag da richtest du ein, stellst heraus, verführst kunden, auf die eine | andere art, weißt bescheid, bewegst, löst, analysierst, reibst dich an liebevollen //TODO: listen und den schönen gegenständen | begebenheiten, die sie dir vorhalten, als vermeintlich ziel. es geht immer weiter, das weiß das ziel, du und die zeit, deine zeit, es zu erreichen. es kommt der abend und du siehst ein: so wie jetzt, das ist doch nichts, oder?

wir nennen es arbeit. arbeit nervt, wir lieben es, gehen darin auf, wenn selbst die sonne untergeht. wir stunden tage, monate verplant, überplant, haben kaum etwas anderes. wir schrubben alles weg. wir feixen dabei, wissen es doch besser. wir sind die, die nichts zu sagen haben, deswegen kommunizieren wir auch so viel. wir tanzen im violetten, laserlicht zuckt über uns hinweg. wir roboten, menscheln dabei, wir trinken, sparen, lieben, im kleinen.

komm, vergiss das negativ, das ist nicht gut. entschuldige dich beim leben, schiebe auf, träum dir ruhe, erheb dein wort; um zu erleben. das ist deine zeit. du hast zu hören, ja. lernen? gern. du hast sie zum hören zu bringen! deine nicht nur gesellschaftliche pflicht: bring dich ein.

//sich auszudrücken heißt: nicht nur bewegen lernen.

ooo
0 Wald
1 Betragen
2 Wandel
3 Revolte
4 Über See
5 Vertrauen
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