Achtgeben,
das neue Highfiven.
Ein Freund1

1 — to:nulleins

soundso

»Ich kann, will und werde mich nicht vom Hier und Jetzt trennen!«, erbost zur Fantasie. Ich rasiere mir den Schädel und schweife ab. Lassen wir das Bild so stehen: Die Zehenspitzen im Fantasee des viel zu kleinen Badezimmers. Ein Schlaks mit ausgestreckten Armen könnte beide Wände gleichzeitig streichen. Toter Raum — ein zu großes Badezimmer ist toter Raum, sagte Oma Gitta immer. »Ich hätte gern Tapete gehabt«, sagst du, doch das geht nicht. Blättert ab. Vier Finger bilden einen Kamm das Mädchenhaar zu bändigen. Der Vater ist woanders.

Die Straße ist alt und schmal. Rausch aus Rücksichtnahme. Leise ist das Blaulicht schnell die Straße runter. Most aus weißen oder braunen Flaschen in einer Holzkiste verpackt und klirrend, aber stumm, wenn sie still stehen — stehen sie aber nicht, es frühlingt — eingekerkert im Keller. Knallsüß bin ich, trink mich mit Wasser verdünnt, lau, in kleinen Schlucken, vom letzten Sommer die Erinnerung. Das schale Licht des Tages nur ein Abbild, die Straßenlaternen brennen dagegen richtig, wie Augenränder. Am Stadtrand, soundsoviele Füchse, können kaum Hühner holen, Messerstechereien mit Brotmessern im Bus, am ehemaligen Schlecker. Der Brathähnchenwagen kommt auch nicht mehr her. Der Rinnstein sitzt, auch wenn es noch/schon wieder/für kurz kalt ist, wie angegossen unterm Hintern. Wer nimmt schon ein Rotweinglas zum Saufen mit auf die Straße? Ich lag lange nicht. Auf einem Traktoranhänger zwischen Zuckerrüben, rollend gefahren werdend, überholte Ansichten, längst an Alleebäume zerschellt gehörter, schmierig geldtriefender, wild hupender, jedenfalls, die interessieren mich nicht. Ich seh mir Kronen an, kröne die Schönste, ab und an auch die Verkrüppelste zwischen türkisfarben, grün, durchschienen, und weiß. Das Freibad, im blaue Lippen machenden Wasser liegen, auf der Wiese liegen, im Handtuch eingewickelt, langsam nicht mehr zittern müssen, einen Steifen bekommen. Auf einem verlassen hinterlassenen Parkplatz eines Einkaufszentrums liegen, nachts, das beruhigend Hellgelb der Laternen, der Dreck, unter Röcke gucken, vorstellen, höflichst, geritten werden. Kippendes Becken ihrerseits. Aufs Flachdach klettern, dort schlafen bis die Sonne zu arg brennt, die letzten Croissants abgreifen, einen Skater einholen im Sprint. Hasenbaue. Dachpfannen im Kreuz, tagsüber die alte Scheune neu mit gebrauchten decken. Ist gelogen, ich bin nicht schwindelfrei. Die Nackenhaare, die zwischen Haupthaar und Hals, sind fein, weich und am schwierigsten zu kürzen.

Für niemand bestimmten.

. Kategorie Revolte. Tag -----.

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