Achtgeben,
das neue Highfiven.
Ein Freund1

1 — to:nulleins

Wie lange Dinge dauern:

Ruin.
Speisewagen.

Den Pissegeruch im U-Bahnhof ehrlicher finden als all die gelackmeierten Mitreisenden in der S-Bahn mit ihren Konsumopfertrophäen — das eine ekelt oberflächlich, die anderen ekeln mich sobald ich unter ihre Oberfläche vermeintlich blicke. (3 Jahre)

Urlaubsreif sein bis fast alles an mir abperlt. (14 - 18 Wochen)

Bis ich weinen muss, weil ich merke dass ich unmenschlich bin. (3min)

[…]
Anders!

Ich traf mein jüngeres Ich von heute in der S-Bahn. Wir saßen gegenüber. Kein Blick traf den anderen. Meiner nicht, weil ich mein jüngeres Ich nicht verunsichern wollte. Seiner nicht aus Angst, vermutlich. Ich schreibe dies, nachdem ich ausgestiegen bin, ebenfalls um ihn nicht nervös zu machen. Er starrte sowieso die ganze Zeit auf sein Smartphone. Wahrscheinlich hätte ich das damals auch so gemacht. Das ist geschickt. Er sieht mir so ähnlich. Auch wenn seine Augen nicht ausgesehen haben als ob sie lesen. Meine Augen springen beim Lesen, ich weiß das, ich lese immer drei Zeilen gleichzeitig, was mir beim Vorlesen die Beine und den Lesefluß bricht. Seine Haare sind kürzer, zu brav für meinen heutigen Geschmack. Kein Punk, keine Unnahbarkeit. Sie verdecken die Augen nicht. Jedenfalls: Ich hatte sie länger damals. Er hat blaue Augen, keine braun-grünen. Ich, wie ich heute sein würde. Ein Schlaks, wie ich! Er hat fast nichts von mir. Ich erkenne meine Unsicherheit, wenn ich sie sehe. Er könnte mein Sohn sein. Ist es leider nicht. (12min)

Ich habe jahrelang überlegt mir einen Plattenspieler zu kaufen. Das kam mir albern vor, weil ich doch mit Plattenspielern und Tonbandgeräten und Verstärkern und guten Boxen aufgewachsen war. Die Zeit längst fortgeschritten. Das Doppelkassettendeck dass ich zur Jugendweihe von Onkel Michael bekam, habe ich wieder aufgestellt. Einen Plattenspieler bekam ich gerade eben per Telefon geschenkt. Einen schönen, mit Holzkörper. Eine Kellerentrümpelung. Ich gebe nicht gerne Geld aus. Ich finde, vieles ist sein Geld nicht wert. Ein Haus zum Beispiel oder ein Auto. Meine Urlaube sind nie richtig teuer. Essen gehe ich gerne. Ich höre auch gern Musik. Theater, Zirkus, Kino, Konzerte, Festivals, mit Menschen sein, was sehen, fühlen, das mag ich. Man kann sagen, ich gebe mein Geld aus für Sachen, die man nicht anfassen kann. Ich finde, das ist nicht albern. (3min)

Es drückt die himmelhohe Wolkenbettdecke den Atem tief in Mund und Nase rein, es schmerzt fast auszuatmen. Ausatmen muss man, zu Fuß, weil die Allee mir so viel Mühe machte. (18min, sonst 14-15min für 1,8km)

Diese Wände schreien nach bleistiftspitzen Wellen, jenen. (immer wieder, nur Sekunden)

Ich weiß nicht, wie wir das gemacht haben in meinem Traum, aber unsere Schamhügel waren verbunden. Wir rieben uns gegenseitig ab und an, auf, Gier, angezogen wie wir waren, durch Stoff, so dünn und hinderlich, nass/hart. Erregt küssten wir uns. Unsere Rücken mussten durchgebogen sein wie Schwanhälse. Küsse und gegeneinander Pressen, mehr spürte ich nicht. Deine Oberlippe, Schwalbenflügeln gleich, kräuselte sich als sich dein Kuss von mir löste. Gewinnend, schmunzelnd, siegessicher. Ich erwachte. (Wie lange dauern Träume?)

. Kategorie Betragen. Tag ausreichend.

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