Achtgeben,
das neue Highfiven.
Ein Freund1

1 — to:nulleins

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OBEN

OBEN

Wessen Einsicht beschlägt nicht, sieht er weiter.

Einmal, als ich vollständig irritiert auf meine Noten blickte und nicht wusste, was damit anzufangen sei, fing ich mir verlegen verlegte Lebensentwürfe Anderer ein. Projizierte Aussichten, derer, Lieber, die sich um mich kümmerten. Ich kümmerte mich nicht. Ich war ratlos und suchte Rat, wie jeder mit formbarer Persönlichkeit, bei der Gruppe der Gleichaltrigen. «Studieren, Informatik, ist doch klar.» Ich hing zu viel mit den Freaks ab. «Beruf? Bist Du spießig, Junge!» Oder mit Keine Zukunft Aufnähern. Also ging ich ins Berufsinformationszentrum, gab ein paar Parameter ein, wertete Vorlieben und wurde Landwirt. Wie wird man Landwirt? Ein Bauernmädchen ficken, sich verpflichten oder lang genug auf’m Bauernhof die Seele aus’m Leib schufften und hoffen, dass der dicke Bauer mit den dümmsten Kartoffeln bald stirbt? So ging das nicht, Rückbesinnung auf das was ich konnte: Deutsch eins, Geschichte eins minus (Ära Adenauer, die Sau!), Biologie zwei plus, Mathematik zwei (gerade so in der Sekundarstufe II verstanden). Gut, dann malte ich mir aus, wie siehst Du aus in zwanzig Jahren, dann siehst Du aus wie in zwanzig Jahren! Informatiker kannte ich genügend von meiner Mutter. Die verkopften Wahnsinnigen, die Zahlen atmeten und krummen Rücken ernteten, wollte ich nicht ergänzen, und studieren, jahrelang weiter auf Produktivität am Objekt verzichten? Niemals. Tischler, der Jugendwunsch, inklusiver idealisiert romantisierter Vorstellung von Wanderjahren, legte ich frühzeitig zu den Akten, ich wusste, wie Wandergesellen bei Bier und Schnaps Rotz und Wasser heulten, von ihrer Freundin sprachen und der harten Stifteschikaniererei. Danke, nein. Finanzbeamter, gehobener Dienst, sollte es sein, laut diverser Verwandtschaftsverhältnisse und ich bewarb mich im feinsten Beamtenhochdeutsch in der halben Bundesrepublik. Erfolglos. Berufsakademie? Ja, klang gut, nur der kleinen Klitsche, die mich annahm, rechnete ich noch maximal 5Jahre aus. Ich lernte wie dieses Spiel funktionierte. Ich konnte mit Menschen, also kam ich mit schlecht sitzendem Anzug und ein wenig Rederei zu einem Ausbildungsplatz zum Fachinformatiker, lernte programmieren und vorallem Zuhören, Reden und Zuhören. Ich versprach viel, hielt mit viel Glück und oftmals auf der Nase landen und blutig aus Fehlern - und viel zu viel verbrannten Geld - lernen, auch viel, versteckte mich nie, wenn es ums Aufgeben ging, wurde KeyPlayer, Specialist, Chief Developer und Vater.

Meine Berufung sind Kinder. Meine Arbeit: spielen. Ich kann machen, dass sie lachen vor Glück, tobend mit funkelnden Augen Atem holen, stille sitzend Nachdenken lassen. Ich kann sie Geschichten erzählen lassen, ich kann Kreativität freilassen und anbinden, Bäume purzeln zu Boden, Bälle Federn sein lassen und Sturm zu Drang machen. Ich kann ihnen Leben lehren – von ihnen lernen. Wo ich auftauche, versammeln sich Kinder, ich gehe dorthin, wo wir wie Kinder sein können. Wir bilden Banden. Wir tun Gutes. Schönen.

Ich glaube, manchmal lassen wir uns zu früh zu Entscheidungen hinreissen.

»Damit verdient man doch kein Geld«
»Das ist brotlos.«
»Willst Du, dass Dich alle für schwul halten?«

. Kategorie Vertrauen. Tag andererseits.

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