ich glaub, es war september

liebe schmeckt nicht, sie riecht fürchterlich und wenn ich irgendwann mal ehrlich zu mir wäre, müsste ich mir eingestehen: sie ernährt nicht. die sprichwörtliche zutat luft schien nie nahrhafter. schmeckt! wie lässt sich nur diese sehnsucht erklären?

der tag ist kühl und ich bin klar, soweit klar. kaffee kochen, das verstreute etwas verstand bei der hand, zum mund – überlegend geste – und zur tat führen: ein leichtes. zwangsweise compilepausen, builds, durch die wohnung tänzelnd aufräumen. liegen gelassenes gelassen aus dem weg räumen. der rechte platz für dich und mich. sie, die kleine – unser – versorgt. es ist nicht nur weil der mond scheint. ich tu es für dich.

ich erklär dir liebe, steh und lauf dazu, wie ein kleiner junge, großbreitschwer, schlaksig neben dir her, durch diese stadt, die die meine geworden ist, die deine immer war. ich halte so viel von dir, ich blicke zu dir auf, deine erfahrung, das leben betreffend, alles. es verwirrt mich, dir zu erklären. mir fehlen die worte. bier! mh, sie tropfen nur so heraus. die nacht ist kühl und gut und klar. die stadt leuchtet zum zittern. der snack in der bar mit lauten, saufenden menschen viel zu groß. wie erklär ich liebe, wenn es doch gerade das auch ist? reden, jetzt bloß nicht stille sein.

das kleine mädchen, das sich festhält im loslassen. die eine starke hand braucht, um sich herum: behütend. die entdeckt, fragt, erklärt, verklärt, im spiel versteht, wächst, scheitert, fällt, aufsteht und weiter rennt, als wäre nichts gewesen. durch mich. auch das, von mir geliebte liebe.

ich und du. ‘oh, ich weiß, für uns zwei sind drei worte viel.’ du wirfst mit kissen nach mir, wenn du dich unsicher fühlst. in den wind flüstern wir uns zu, kennen uns doch kaum genug. ganz genau. du sagst halt, bevor es nicht weiter geht, atme und all so dinge; ich höre auf dich. du glaubst meine erklärungen, die ich nicht besser weiß.

[…]

ich glaub, es war september. irgend dunkle jahreszeit. die schiene schier nie endendes glück. das licht, ein ebensolches. das lind kühlt. laser sollen zucken. traut im bett: ich+die zeitmaschine. träumen für vorwärts, erinnern für rückwärts.

sehnsucht! diese verdammte sehnsucht. mit einmal wird es klar: ich lieb mich nicht.

ich glaub, es war september

1

o

dann schau ich dich an, seh, dir gehts genau wie mir. [shit.fucking.sehnsucht.]

-mainzelmaedchen

2

o

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-to01

0 Wald
1 Betragen
2 Wandel
3 Revolte
4 Über See
5 Vertrauen
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