freulein
durch diesen teil der stadt fuhr er in letzter zeit eher selten. einige bäume blieben somit auch ungegrüßt, das gros jedoch, die fassaden, die geliebten menschen dahinter, einige löcher im boden, wo vormals ihm wichtiges stand, und die wiese gegenüber dem autohaus, mit dem meer mohnblumen [zur rechten zeit], liebkoste er mit voller aufmerksamkeit. man kann nicht alles sehen, nicht dabei sein, wie jenes wächst+vergeht. neu, dieser teil von einem dach, gedeckt mit schwarzen dachpappe und morschen balken auf dem boden, geschwungen wie eine glocke, eingezäunt vor einen meiner lieblingshäuser dieser straße. kurz vor der messe. das haus verschwimmt im grünen marmor, das moos spiegelt sich darin.
holy, holy, holy! jetzt [surfjan stevens], das kreuz der kirche mit der offenen architektur vorhin, das krippenspiel, bei dem marlene jeden morgen das jesusbaby streichelt, im kindergarten heute morgen und der begriff gotteshaus bringen mich zum weinen. wozu ein haus für ihn, du kannst bei uns wohnen. doch das tust du ja bereits.
[repeat, rewind. morgen bin ich du, versprochen? heute darf ich noch mädchen sein.]
