nulleins

Jetzt sag schon!

Unten mit dem König. Diese Seite oben.

Kalt und unklar. do not forget.

Nie. An der See.

[vom versuch eines gemeinsamen herbstmixes]

uhren rumphorst brachte es zu tage, es fehlt an trauriger musik für traurige tage, für die immer kürzer werdenden, nebligen, hoffentlich bald regnenden tage; vielmehr haben wir angst vor. dabei – und das ist das gute – scheitern geht ganz gut von der hand. können wir nämlich. vom versuch dies gemeinsam zu schaffen.

vielleicht als vorgabe ein cover [von der fabulösen erin kelly a.k.a [mi:m]], wobei ach, seht selbst.
outback counting stars by [mi:m]

vielleicht als vorgabe, ein arbeitstitel: ‘denk nicht dran!’

vielleicht basteln wir ein mixtape und packen ein:
lykke li – this trumpet in my head
[audio:08 This Trumpet In My Head.mp3]
sometree – sink or swim
[audio:01 Sink Or Swim.mp3]
jónsi & alex – stokkseyri
[audio:04 Stokkseyri.mp3]
the dø – when was i last home
[audio:12 When Was I Last Home.mp3]
logh – the invitation
[audio:03 The Invitation.mp3]
elbow – grace under pressure
[audio:12 Grace Under Pressure.mp3]
kings of convenience – my ship isn’t pretty
[audio:06 My Ship Isn't Pretty.mp3]
bon iver – creature fear
[audio:06 Creature Fear.mp3]
little hands of asphalt – sex & loneliness
[audio:08 Sex + Loneliness.mp3]
the deep dark woods – all the money i had is gone
[audio:04 All the Money I Had Is Gone.mp3]

ooo

polyrhythm

als ich nach den blättern sah, auf bäume kletterte, dich dort nirgends fand, dagegen im nochgrünen die gepunktete linie, das scherensymbol – als wäre das was – dachte ich noch: mehr grau zum gebrauch.

/bitte

ooo

noah, das walpaar+der platz unterm spiegel

direkt hinterm wolkenmeer, wenn es umgedreht – besser man selbst – auf dem boden liegt, im regen, fängt der das wasser teilenden bug so manchen unfug. dort, wo die geschlagenen kerle wohnen.

er sah das meer an wie etwas auf das er ein anrecht hatte, etwas verdientermaßen ihm gehörendes, etwas von opfern, schmerz+mut und vielleicht auch dem glück abgerungenes, mit seiner großen hand hielt er es fest, wog es im ansehen, vermaß wellental und spritzend gischt, zählte aug um auge auf, all sein gut, die städte an den stränden mit ihren lichtern und frauen, bojen, wellenbrecher, an den freudlosen warten und eigenem einbringen maß er sie, verteilte nicht stempel, keine formulare, prüfte sie allein durch erfahren, und sich offenbaren, das taten sie gern. unterm spiegel, der vorbehaltlos jedem vorgehalten wird, kleinkind, altersschwachem manne, wie auch fidel tanzenden frauenzimmern, leichtfuß in den bars der städte, tanten, onkeln, rechteinhabern und inspektoren, fisch, pflanzen, im gestrüpp aufgewachsen | stolz und leichten herzens auf haltlosen felsen. er prüfte sie, unterm spiegel. sie waren weiteres wert, und jetzt erst sah noah sie richtig. ein lächeln unterm bart.

»wenn ihr wüsstet…«, überlief noahs lippen das glück über die ankunft und ein gruß, der freunde herzte. damit war für ihn fast schon genug gesagt. »ihr könnt mir einen ausgeben!«

françois wuchs als drittes von fünf kindern eines stationsvorstehers, späteren munitionsfabrikbesitzers und an den wochenenden liebevollen vaters auf, seine mutter kannte er nur von einer fotographie, die er einem fotographen aus dem schaufenster in einer nebeligen nacht in brest gestohlen hatte. so wie sie aussah, könnte sie tatsächlich seine mutter sein und er schämte sich gelegentlich für diese schwäche, auch wenn der spiegel sie nur im hintergrund gezeigt hatte. auf schier endlosen reisen endete seine kindheit abrupt unsanft auf schienen, bahnhöfen und schließlich häfen. hosenboden hatte françois, er war der rauen see ausgesetzt, schliff menschen zu seetauglichen, unnachgiebigen, in den wind rotzenden ungeheuern und er liebte sie dafür, auch wenn er es nicht zeigen durfte.

ooo

unterm schnee

morgen schon wieder kindergarten.

das getrunken wasser birgt hoffnung, bevor die ruhe die panik übertönt bedecken scharfscharze A4-blätter den himmel. das kind zeichnete punkte auf sie, so unvollständig sanft, unruhig wie es nur kinder können, sterne sollte ich sie nennen. ernst+gemeint in ihren augen. groß der fuß, der hinaus trägt, was auch nicht anders ist: hier flutet, tropft licht gar auf muntere, augen lichten sich im gründen der beweggründe. die tannen strahlen das hellgrün angestrahlter tannen. kraft des nichtwissens, wieder besser handeln, dieses erziehen, das was sie uns später zum vorwurf machen, das ist das, was wir nicht besser, somit perfekt können. rabauken+trompeten, der auftrag, so klar wie einfach: mach ein mensch aus mir, ich liebe. was für das leben eigentlich ausreicht. das ist gut. was wir lehren ist ‘getrunken wasser birgt hoffnung’, und unterm schnee wächst der sommer aus dreck.

/deck mich zu, ja?

ooo

ein herr ohne kleingeld

rotzfrech ohne unhöflichkeit, also ohne frech, warf er die letzten münzen in den naheliegenden hut und fing weiterhin sonnenstrahlen für sie.

ooo

hurra hurra, so nicht.

dass wochenenden erholen ist ein allgemeinplatz+gültig erlahmen lauter möglichkeiten ihn, aufgerieben fühlt er sich mehr+mehr in seiner schon in kindheit aufgebauten höhle, aus schweren decken, mit klammern zusammen gehalten, das licht der taschenlampe spendet mut. liest er geschichten, mit ihm die menschen, die auch ruhelosen, das auch fragmentierte gedankengut, der sehnsuchtsvoll schönes findende blick, mit ihm, hier unter der schutze der decken.

//laufend lachen.

unter nachthemden, die nackte haut sucht die deine. weiche wärme wiegt schweren schlaf gern auf. was bist du nur so müde möchte ich deine schlafenden ohren fragen, schlafe über der lautbildung mit ein.

die 70tage des sommers, die mir leid antaten weil der regenduft fehlte.

ooo
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