träumtdietage
abermals, früher. irgendwo dazwischen ein junge der seine zuckertüte nicht mehr tragen kann. vollgestopft von sommertagen, eingepfercht im kordanzug lächelt er tatsächlich, die leichten kleider der frauen wehen im ausgehenden tag. kaffeetafel steht an und noch das kurze stück weg bis zur endgültigen vernichtung der schultüte. geträumt habe er von bäumen in denen sie hingen, dutzende und bunt gefärbt. vor tagen noch zog er sein kleinkind weiter, das wäre noch nichts für sie.
/wieso träumtdietage kinder fort? wieso?
so sommersachen [domburg]
so weit trieb mich der zu wenige traum vom meer, dass ich über nahe grenzen gegangen, wunschumwunsch mich hier wiederfand zwischen wolkenmühlen+windverhängen, vollen leibern und solchen, die die missgunst noch zu grüngelben neid verhelfen wird; wahrscheinlich – hierher, wo mich der kurze weg zum strand stolpern ließe über backsteinevorstädte, wenn sie denn welche wären. stattdessen – und das unterscheidet mein wohl von dem der vielen hier – genügt es mir liegend zwischen häuserfluchten den sonnen auszusetzen, denn deswegen bin ich hier. tropfenschlammburgen bauen, andere frauen auf die brüste starren, mein understatement klebt an mir wie der feinweiße sand auf der ebenen haut; ich bin anders hier, verwechselt mich nicht. [das ich, neben the others, das wahrscheinlich am stärksten reflektierteste.]
die frau | das mädchen, das bordstein surft. das rauchen wird mit weggelegten laptop im schneidersitz zelebriert. die ellenbogen umarmen die knie: mürrisch cool.
gefährlich gut genügsamkeit.
sehe ich an mir nieder, fallen ziemlich große hände auf. ok, das ist per se nichts schlimmes, nein – wünschte ich mir nicht von anbeginn meines denkens an so große hände wie die meines großvaters? – ich mag sie. ich weiß, in schreib- | zeichenhaltung spaltet sich der kleine finger ab. ganz so als ob er kontakt zur zu bearbeitetenden fläche hielte. ich weiß, im ruhezustand, auch wenn dieser mir missfällt, bilden sie zusammengelegt ein lindenblatt, mit viel phantasie. ich weiß, ich habe große hände. wunschgemäß, ich kann brüste fassen, werkzeug halten, damit umgehen; fein sein+grob. ich weiß, die glut der fingerspitzenzwischenräume ist allumfassend. sucht, die frauenhaut. ich weiß, sie besitzen vier narben von in abfalleimergreifen und an weißblechdosen schneiden und 3 narben wegen ausgeschabten [mittelalterliche heilkunde, i quess] warzen, aber keine schwielen. ich weiß, die lebenslinie stünde jemand anders besser zu gesicht, so zersplittert sie ist, so sehnsuchtsvoll geplagt gradlinig verläuft mein leben. ich weiß, das braun und rosa der trennungslinien, d.h. dort wo das werkzeug, die handinnenfläche, beginnt und die oberfläche aufhört, zu schätzen. ich weiß, ich hasse nägel schneiden und wie es sich anfühlt wenn die haut der knöchel abplatzt, wenn faust holz begrüßt. ich weiß wie beruhigend sich metall eines werkzeuges anfühlt, wie sanft sich farbe teilt, wie wasser reibt und beton kühlt. ABER, wie groß sollen sie denn noch werden? ich bin doch ein kleiner junge!
durchwürfeln.
wie sehr herzhafte freundlichkeit gepaart mit höflichkeit gespiegelt wird, sieht man am volk der niederländer; ich wäre für sie – obwohl meine füsse schon abgelaufen – durch halb middelburg gelaufen um diesen supermarkt für die alte dame zu finden, die so fein gewählte worte offenbarte. manchmal hasse ich das volk der dichter+denker.
mit den niederlanden geht es mir wie mit den menschen, die phase des sich abgrenzens hält nur ganz kurz, viel zu kurz bis man einsieht und sagt: dämlich, aber wir haben wesentlich mehr gemeinsamkeiten als unterschiede. brennen wir wolken auf film? bilden wir mit 3 lichtern – ausgemacht von straßenlaternen – ein dach? hier bin ich zuhaus.
snukkijes. [das mädchen benannt.]
shuhu | shuhu, wipfeln, bewegen auf spuren nie enden wollenden lichtes, federn+teeren auf bettgemach, den himmel auf, nicht zudecken. wir hören doch nicht zu, aufmerksam zwar, mit augenmerk, geschick und lichterloh brannten wir dort hinten auch nochmals. satanic surfers, das cover, zumindest vom ideal her. was uns nicht bewegt kümmert uns, machen wir zu unserem masterplan. berühren wir nicht und bewegen uns bis es passend erscheint? unverändert merken wir, dass wir mittlerweile so gut zu fuß sind, dass wir uns drumherum bewegt, dinge ins rechte licht laufen.
der mond scheint auf diesen sommerjungen.
er: du wirst doch nicht death from above 1979 mit STOMP vergleichen wollen?
sie: nunja… ja! es wird mit einfachsten mitteln musik gemacht.
er: mh.
appelmoes.
holländische soße heißt in holland spargelsoße; eigentlich logisch.
nimmmichmit
die flügeltüren schlagen aus, das bisschen tod – auf der couch dann doch nicht verweilen.
diese stadt bangt, diese stadt stolpert. diese ganze verdammte stadt stinkt nach selbstherrlichkeit in angst statt aspik. er+einigewenige stromern um wildwasserwellenförmige schluchten, dröhnen sich die ohren zu mit lauten, aggressiven texten, skaten mit nacktem oberkörper durch nächtlich obsolet gewordene straßen, parkplätze, absurde architektur der modernen einkaufswarenwelt. unter dem pflaster der strand. ein lächeln sieht man nicht, es ist glückserfülltes lächeln, das da den bildschirm füllt.
//reptile zone (mic außer sich) – unbedingt mal wieder…
fragil
grundton gütiger, mit nachsicht und einsicht und weitsicht ausgestattet, letzthin funktionierend, jedoch nur aus der reaktion heraus. echtes agieren, auf dem fragilen stückchen denkmuster aufgesetzt+fortgeführt mit witz, herz und verständnis, ist momentan kaum möglich. ist die leichtigkeit der frage abhanden gekommen? kosten die Aber nicht mehr überlegung? winde ich mich im gleichnis der stummen taube vor nichts als blinden fenstern? flimmern.
/montagdienstag ist immer schlimm: ich kann nicht alles für euch tun.
I have to return some videotapes.
soweit ist das kindlichste was ich geben kann ein lächeln.
es gibt da diese fotographie meiner mutter, kurzhaarig bis über das kinn erinnert es mich an edith piaf, zumindest mit hauch französischen charmes, am strand lesend. aufgesehen geht der blick ins aus.
es gibt da diese fotographie von mir auf einer viel zu verblümten wiese, seitlich liegend, lesend. aufgesehen geht der blick ins aus.
es gibt da diese fotographie meiner tochter, die kindergartengruppe mit erzieherInnen; das angry young girl ist mit stolz meins. aufgesehen, und ich bin sicher, könnte sie schon lesen, sie hätte es bis kurz zuvor getan – geht der blick ins aus.
/parallel, der blick in diesen augen.
oh.
meierrr•sophiamandelbaum•herzscheiße•nachtwerfen•ruhepuls•
anmutunddemut•delphinehauen•oh, orinoco•annachillmaey•
someone.•milchkleid•lenecorso•dethjunkie•bisaz•dragstripgirl•wolke
steinbart•argh!•
(ich kenn einige von euch nicht mal beim namen.)





