konkretkonkretkonkret

gefährlich gut gier. fliegen wollen.

// soll das

[vom konkretisieren wird mir schummerig, abstraktion, die rufende. donnerstag wie montag, aufwändig im sozialen. hände wollen gehalten, gemütlich, besänftigt, blank liegende nerven wohlbehut eingepackt werden. es stimmt wohl, das zwischenmenschliche frisst mich auf, ist doch der eigentliche grund für atemnot, für vielzuviel zeit, die mir konkret fehlt. [oft bin ich dann abweisend selbst vorsichtig vorgebrachten wünschen gegenüber; man sehe es mir nach.]]

490 days zuvor. 0 kommentare
oh.

#pff

auf der kindergärtlichen an~ und umkleidebank. die tochter kämpft sich durch die morgendlich schier unlösebare aufgabe des richtigrum hausschuhe anziehens. er tritt kreise in den langen flur, lässt sich seine engelsgeduld jedoch nicht anmerken.

auftritt schicki-micki-mutter mit 5jähriger tocher, eher klein geraten.

sie (setzt die kleine auf die bank): warte hier! ich hole noch dein frühstück aus dem mercedes.
kleine sie nuschelt etwas an ihrem nuckel vorbei.
sie (verärgert): mit schnulli im mund verstehe ich dich nicht, mein schatz.
kleine sie nuschelnuckelt ununterbrochen vor sich hin, die tonlage spricht von verärgerung und missmut.

sie setzt den nuschelnuckler auf einen sehnsüchtig wartenden schoß und geht.

491 days zuvor. 0 kommentare
oh.

meine decke

ich weiß der menschliche körper ist nicht dafür gedacht starr gerade hinauf in den himmel zu blicken, das gleichgewicht bringt einen zum schwindeln, der nacken schmerzt nach kürzester zeit, die augen fokussieren verzweifelt im verschwimmen mit den fliehenden wolken; ich mag es.

491 days zuvor. 0 kommentare
oh.

this ting called…

wenn er menschen grad nicht mag, sollte er sie doch meiden, höre ich dich mich in der dritten person meinen. da einen freund haben, der nun doch unter menschen geht, gerade weil er sie gerade nicht leiden kann.

einsteigen.

er redet viel, vielleicht ist er aufgeregt, ich höre gern zu, seine stimme ist so stabil. irgendwann höre ich mich antworten. loses von belang, was die unaufgeräumten ecken des tages so hergeben.

das wortlose endlosrauchen ist mir nicht unangenehm, ich mag die menschen bei denen ich stehe sehr. sowieso ist es die friedliche, eingekehrte körperspannung, der offenstürmisch ruhige kopf, der mich mitreißt, zerreißt ins verträumt sein. gern was mit sanftmut möchte ich der band zurufen, doch sie starten nichts und damit so völlig konträr zum gefühlten dahingleiten; es zuckt mich, einige tanzschritte kann ich dennoch nicht vermeiden, das liegt tiefer und es ist gut so.

einsteigen.

festhalten, durch die nacht fahr’ ich am liebsten. ich sage nun gar nichts mehr, ein paar worte. ich will nicht undankbar wirken, das war mir viel und wert, dieser abend. er redet viel, vielleicht ist er aufgeregt, ich höre gern zu, seine stimme ist so stabil. meine lippen formen gesungene worte, die stimmen: wir sind so leicht, dass wir fliegen. auch eine antwort; loses von belang; was die unaufgeräumten ecken des tages so hergeben.

anhalten. rauchen.

ich hab mich gerade in das bild in meinem rückspiegel verliebt. das ende der gutleut bei nacht.

grünstich.

492 days zuvor. 0 kommentare
oh.

what jh does.

leicht angehaucht verspiegelter beton. blubberblasentonlage. dem grün gilt mein blick; ob es gelbgrün wird, rieche ich schon. die bäume sind stark, ihre wurzeln reichen tief. zöge ich unerbittlich wasser, triebe mich mein gewissen in die demut, so auch jetzt. ich flüchte, helfe, plane, löse für andere, verschenke sauerstoff, wasserdampfe hoffnungsgrün für jedermann. atmen, die kunst, die fabrik in dessen klanggebilde ich nun meinen bau mir suchen muß. erblühen, kerzen tragen und schwerherzmädchen in meinen leichten rauscheblättern schatten spenden; leichtigkeit, meine aufgabe. das herz des baumes ist klein+riesengrößer.

Bubble Catcher by Jeff Kubina

fahren.

493 days zuvor. 3 kommentare
oh.

tippen ein

aus irgendeinen unerfindlichen grund möchte ich gerade jetzt ein herz mit filzschreiber auf dein knie malen. ein weiteres auf diese stelle am rücken, die du so gern von handinnenflächenwärme beschützt siehst, auf füsse, daumen und einstichstellen.

493 days zuvor. 0 kommentare
oh.

etwas merkwürdiges passiert da draussen.

ich bin gleich wieder zurück. pastell+verträumt.

493 days zuvor. 0 kommentare
oh.

heller

was man so macht, wenn das einschlafen nicht gelingen will, man von der präferierten einschlafstellung in die pre-einschlafstellung zurückwechselt um über den wiederholten prozess versucht automatismen zu aktivieren, wenn selbst ungewohnte bauchlage den körper zwar zur ruhe, doch nicht zum zweiten schließen der augen – der inneren – bringt, wenn die vorbeifahrenden autos genau abgezählte lichtstreifen werfen, dann steht man auf, sucht sich aus klamottenbergen das rechte für den tag heraus, zweifelt nicht lang und wählt wohligwarmes, was mit understatement+streifen, schnappt sich käsebrot und notwendig kleinkram. ein kurzes innehalten auf dem balkon: man raucht ruhe im ausatmen, sieht einen reiher beim fischen zu und vergewissert sich auch die lieblingsmusik einzupacken.

was man so macht, wenn dann die fragmente eines traumes, der der eigene gewesen sein muss, einwerfen, man hätte doch geschlafen: man stutzt kurz.

494 days zuvor. 0 kommentare
oh.

verlasst diesen platz, geht!

vielfarbiges wimpelmeer, so weit augen reichen, übertüncht nur vom lindgrün meines zeichens. zuviele königreiche gewann ich. zuviele. bezwang mann um mann, die frauen, kinder, land, getier. wind trieb mich voran, des feuers brünstig staub folgte; trieb jenen die tränen in die rachelüstern augen die nur verstümmelt, nicht tod zurückblieben. zuviel. ich suchte, und viele folgten mir: mörder, diebe, wildes volk. einige, die glaubten ich kämpfte für eine gute sache und all dies hätte einen sinn. hoffnungsgrün ihre speerspitzen. blutdurst ihre gier, wie die meine. doch die liebe fand ich nirgends. sie überfiel mich. hinterrücks, stach mich, durchstieß mir panzer, haut, haar und herz, wie ein plötzlich stillstarres grasmeer, das zugleich zufall bringt wie zum sturze einlädt. ich rannte blindlings hinein in dieses nun tiefsitzende schwert der liebe, das ich nun nicht mehr vermag es mir zu nehmen, jeden daran hindere, der es versuchen sollte. zuviele; auch du, mein heerführer, hieltest mich nicht auf. das vermag nur dieser wald von speeren. vielfarbig lindgrün, meines zeichen bin ich überdrüssig wegen ihr. der liebe. für mich hat diese hatz ein ende genommen das ich nicht abschätzen kann. zum ersten mal habe ich angst um mein leben wegen ihr.

gebt mir den weg frei.

495 days zuvor. 4 kommentare
oh.