be sinnlich [eine zeit in 4 adventen]
eigentlich war vert ein ganz normales rentier. fast borstig sein fell, rau in stimme und im umgang mit natur und kälte, war winter sein liebes und weiß eine seine lieblingsfarben. eine andere war rot, doch dazu später mehr. er aß gern kraut mit nudeln und wenn ein stück pökelmoos dabei war, war es ihm umso rechter. im sommer schwamm er durch kühle seen, hielt sein stolzes geweih in den wind der ebenen und röhrte naturgemäß im herbst, natürlich nach dem genuß eines kräftigen rotweins; oder auch zwei.
vert hätte das leben eines ganz normalen rentiers führen können. hätte, das sagt sich so leicht.
schon als sehr junges rentier fiel vert durch seine extrem langen beine auf, er verhedderte sich regelmäßig gekonnt in seinen strumpfhosenpaaren und denen der anderen rentiere im kreissaal des örtlichen kreiskrankenhauses | in der krabbelgruppe für jungrentiere, stieß – aufgrund seiner schon früh erreichten höhe – selbst im mcdonalds-spielplatz an und eine windel, eine windel wollte ihm auch nicht so recht passen. seine mutter war bei seiner geburt gestorben und sein vater sei ein riesenarschloch gewesen, meint zumindest sein großvater [mütterlicherseits], bei der vert aufwuchs. mit den anderen rentieren zu spielen wurde auch recht schnell zum spießrutenlauf, nun man mußte zumindest einen langen atem haben, wenn man stets+ständig zum skilanglauf aufgefordert wurde | unbedingt der baukran sein musste, selbst beim cowboy+indianer spielen.
vert fährt langlauf! vert fährt langlauf!° SSCHIIIIIIvert!°
plötzlich eines weißgrauen tages, geschah es, vert wurde überfahren. doch was wäre vert für ein rentier, wenn er sich durch solch eine kleinigkeit hätte zurückwerfen lassen. nach 17 wochen krankenhaus mit im durchschnitt 2¾ mal die woche kraut mit nudeln und einigen knochenbrechenden operationen konnte vert wieder auf eigenen beinen stehen und sogar wieder autofahrer erschrecken; nun sein hinterteil war nun durch die ständigen knochenanlagerungen um einiges höher als seine ohren, aber naja.
gemütsmäßig wurde vert jedoch endgültig zum einzelgänger. er schwamm viel öfter allein in den kühlen seen der nordischen landschaften, trieb sich mehr und mehr in kneipen rum, wobei er jedoch gekonnt auf den barhocker verzichtete, und so auch besser wußte wann es besser war zu gehen und blieb ansonsten am liebsten unter sich.
[tbc.]
öd und leer; das meer
machen wir uns nichts vor, die grundformen des meeres sind kühlwarm, türkis und lichtwasserfarben; mindestens. in einigen vorstellungen und erlebten sogar darüberhinaus mit pulsierender musik, drinks und sexuellen aktivitäten getränkt. die andere seite, die vielmehr interessantere, ist rau und aschfarben fahl. mitnichten, mich stimmt sie shygelb°, wie trunken plankton, voll gesogen und aufgebauscht durch viel zu viel vermehrung, sprechen sie von leben+saft und können nicht anders als dergleichen zu betonen wie rotes gras unter meinen kopf, wenn ich die sonne liegend betrachte, im sommer. durch rausch. der stete wandel und dessen inbegriff, im griff die handvoll | das stück erde, das es auch, aber nicht ausschließlich möglich macht. ein kunstgriff, uns darbendes sterben vorzumachen und wir fallen jahr um jahr darauf und mit hinein. wir zünden lichter an, winken damit in wilder nacht, kaum fähig unser selbst zu halten, in der guten hoffnung und das glück, jemanden froh! zu zurufen und ihm | ihr heim zu leuchten. die kalte nacht macht uns nur verrückt weil ihr wärme fehlt und licht? ich fürchte das nicht.
zurück zur see, ich seh’ nur leben dort, und ich möchte darin baden. jetzt!
ich muß eingeschlafen sein.
siehst du wie die schwarze nacht vergebens sucht, lichter frisst? wie das leuchten der nässe auf schienen fort getragen wird, bis es sich im dunkeln verliert? die letzten rosen im park lächeln als silhouette, wir folgen weiter stets den weg, entlang der lichterketten, reihen herzen auf, entzünden sie mit mut+leichtigkeit und hängen | legen sie als spur höher. wir klettern auf vorgärten, tanzen mauern, wagen neben uns.
nacht-astronauten.
grauergraue katzen sind längst zu bett, wir sind draussen bis die schatten der laternen lang, länger und dann weg sind. wir sind die diebe unseres eigenen schlafes, wir sind doch gut. treiben durch die straßen, lachend leise liebend, wie wolkendecken für die darunter gewärmten. schweben wir. »CITY!° wir müssen los, du weißt ja, was ich meine.« sagst du vielleicht und ich bejahe stumm.
[wie mein herz so fühlt, wenn ich dich ansehe. wie es sein sollte und wie es ist.]
six million years flickend
verhältnis ein~ zu ausatmen unbestimmt; die eigene person weder kurz vorm platzen, noch atemlos. irgendwas stimmt nicht, gleichgültigkeit lässt sich da auch nicht nennen. äußert sich so professionalität, ist es eine mindere form von demut | gar charakterstarke renitenz? mitnichten, und das lässt sich bestimmt sagen, angenehm, im sinne von wohlig; jedoch erfüllend.
oh.
meierrr•sophiamandelbaum•herzscheiße•nachtwerfen•ruhepuls•
anmutunddemut•delphinehauen•oh, orinoco•annachillmaey•
someone.•milchkleid•lenecorso•dethjunkie•bisaz•dragstripgirl•wolke
steinbart•argh!•
(ich kenn einige von euch nicht mal beim namen.)


