urbane nacht

have you ever seen the rain; everever? shining down like sunshine; leuchtend goldgelb, verbindet er sich mit straßen, häusern, diesen linien und verschmilzt. du fällst auf die knie und wischst dich weg, der regen ist an dir, in dir. schwarzgold, allüberall. du möchtest midas sein und golden und berühren; so wärmst du dich unsittlich und versinkst.

672 days zuvor. 0 kommentare
oh.

№2 [eins]

nicht vergessen: schritt für schritt vorgehen.

[ordnung ist auch nur demut.]

672 days zuvor. 0 kommentare
oh.

.badezimmer

stellen sie sich vor:

türen in badezimmern sind nutzlos; entweder man kennt sich+eben auch nackt | eben nicht; toiletten haben im badezimmer nichts zu suchen – stellen sie sich also keine tür vor.

sie betreten einen – mit in allen denkbaren nuancen – hellgrün gefliesten boden aus 1*1cm glasfliesen. der boden senkt sich mittig leicht zu einen abfluß, den sie jedoch nicht sehen können. die wand gegenüber glänzt ebenso grünvariiert, jedoch matter, was am licht liegt. das füllt den 5m breiten und 4m tiefen raum über ein über die ganze breite gehendes kippfenster [ca. 30cm höhe] am übergang zur decke.

sie blicken auf; ihr augenlicht fällt auf 7 tropfenförmige glühbirnen, die, in unterschiedlicher höhe hängend, den grünen fliesen [auch an der decke befindlich] ein hellgelbgrünes aussehen verleiht; wie einen perfekten apfel.

die wände rechts und links, schiefertafeln, nach dem prinzip deutscher deckung hängend ‘verlegt’, wie man es von thüringischen häuserfronten kennt, bilden ein fischschuppenmuster. die maserung des leicht glänzenden, kühlen steines wirkt lebendig und das wasser tanzt bestimmt darauf, denken sie sich.

linker hand erklärt sich ihnen nun der mittige bodenabfluß: eine 50cm durchmesser regendusche hängt von der decke herab, einzig bedient durch einen zuggriff an einer kette in griffweite, die der benutzung entgegen ruft. eine freistehende dusche, der ganze raum ist eine.

für die badefreuden, denen sie sich auch nie abgeneigt gezeigt haben, zu rechter hand eine in dunklen holz verkleidete hellbeige badewanne. der wulstige rand, der im holz wie eingelassen wirkt, erinnert eher an eine 60iger jahre stoßstange eines highwayboliden amerikanischer herkunft, den an zartes emaille.

im selben stil, nur breitreifiger, das mittig im raum platzierte waschbecken, mindestens 2m breit und rundherum begehbar. quadratische holzbretter, dunkles holz, schmeicheln den frisch gepflegten füßen überall wohin sie diese trittflächen mitnehmen wollen; an den hinteren teil der wand zum beispiel, um sich im drehbar in der wand versteckten ganzkörperspiegel gründlich einzucremen.

ablageflächen bilden wandvorstöße, gefliest, an der türenwand.

stellen sie sich vor.

schlicht.

672 days zuvor. 9 kommentare
oh.

singalong [in hifi stereo]

die sonne riecht so laut. 12 uhr mittags, herzwerk orange und du stehst schon wieder unter menschen und lächelst; wuselst scheinbar ziellos mit ihnen umher. redest, planst, trägst dich vorallem selbst. nicht auf. nein, du bist teil dieser maschinerie beschäftigung [teile nummer forty6 und two] und das gern. es erfüllt dich, reine, klare entscheidungen fliessen durch dich und dein mund spricht logik, deine hände gehorchen dir und du schreibst, wenn du nicht denkst, analysierst | löst, fließend. das kostet dich zeit, deinen arbeitgeber geld, was beides mies ist, jedoch nicht zu ändern.

[…]

du bist nicht anders | seltsam. du singst und tanzt und fühlst dabei und keiner sieht dir an, das du eigentlich gar nicht hier bist, dass dieses werkstück arbeit dich keine kostet, weil du ja weit draussen, fortgedacht bist und dort weilst. an einen ort von dem jeder einmal behauptet hat, er wäre fremd und neu und die luft so tief. genau da bist du, wenn es kalt ist, und das lässt sich teilen.

672 days zuvor. 0 kommentare
oh.

the one who

wie ein zitat eines gottesfürchtigen, italienischen priesters mich im vollbesetzten bus zum weinen brachte. ich trug’ die tränen mit stolz und digitalism spielten zwischen meinen ohren auf.

673 days zuvor. 0 kommentare
oh.

blütenblätter [rot]

blütenblätter [rot] by to01

[keep bleeding.]

673 days zuvor. 0 kommentare
oh.

jetztjetzt; quiet please!

lasse dir jetzt nicht anmerken das du dich ekelst, du eigentlich deine kamera rausholen müsstest um all das flimmern aufzufangen. auf distanz! gut, flucht ins detail: die hose der dame gefällt mir, jener herr wirkt wie sehr ereignisreich gelebt und die stimme der enddreissiger ladylike-wannabe erinnert schrecklich tösend an schnatterinchen, die farbe des dunkels außerhalb des zuges, angenehm. natürlich können sie sich setzen. was ein klunker; der mantel trumpft mit eckigen spiralen und grau auf grau auf. sortiert sie doch sparcoupons, so sieht sie gar nicht aus. meist sind es ja genau jene menschen, die so pedantisch sind, bei denen nicht eine sekunde unordentlich vergeht. bei älteren menschen bin ich ja gern hilfsbereit und geduldig, aber du stehst einfach nur im weg. nein, schnattelchen; dein hintern gefällt mir nicht: rechts stehen, links gehen. jetztjetzt! hellgelb atmen. laufen.

[ist ja auch eine elende darstellende ellbogengesellschaft, dieses öpnv; manchmal.]

674 days zuvor. 5 kommentare
oh.

kinder [vorland]

keineswegs leicht, eher sinnig, mit verstandesgemäßer einstellung lief+stand ich mich frei und wartete ob des spielballes, der mich erreichen sollte, jedoch nicht kam.

kaum betrete ich die schwelle der wohnungstür hat mich marlene schon am knie, zieht ihre unterlippe runter und meint, ich müsse unbedingt jetzt, während sie erst vergeblich, aber dann immer erfolgreicher, versucht mir die knöpfe der jacke zu öffnen, ihren mund begutachten, der allergisch reagiert auf tomaten. 2sekunden später ist ihr bär wichtiger.

[lasst kinder sprießen.]

674 days zuvor. 0 kommentare
oh.