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für die liebe, nicht für mammon

judith.

ich weiß zwar nicht, wie judith wirklich heißt, aber ich finde judith passt gut. außerdem kenne ich keine judith, die sich angesprochen fühlen | die mir die verwendung ihres namens übel nehmen könnte. ich begegnete judith also im hinterhof einer werbagentur, diverser nobler restaurants und einer kleinen, aber mit respektablen inhalten ausgestatter weinhandlung; eigentlich war dieser hinterhof eher ein fußballplatz aus beton. betonierte spiralen und geschwind vorbei flitzenden passanten. was wolle man denn auch hier? mittag, möchte ich antworten und lehne mich schon leicht arrogant zurück um dies auch zu tun, doch da kam judith. » this is me! « sagte sie, als ob ich schon den ganzen tag hier sitzend auf nichts anderes denn sie gewartet hätte. doch, hatte ich. judith ist der blanke sommer; einer der eine kühle brise auf der haut genauso gut zu schätzen weiß, wie die brennend lichterloh wand, jene die farben verschmelzen lässt zu einen blassen abbild ihrer selbst. ja, ich genoß judith und ihr leichtes gespräch über dies und das und dies auch, ein leichtes. lächelnd, dennoch traurig, musste ich ihr doch die wahrheit sagen, ich wäre nicht derjenige welche auf den sie wohl eigentlich zukommen wollte. sie lachte nur kokettierend, » bist du dir da sicher? « judith, der blanke sommer, hatte mich. wir würden die folgenden tage wohl zu nutzen wissen, judith und ich.

[jetzt redet er schon mit dem sommer, pff.]

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