des januars arme

kann ich nochmal nach haben? dreimal oder mehr noch, zwei dutzend? genugistgenugistgenug; isst zu wenig, mein junge. you know better!° brachtest du mir nicht bei, lehrtest du mir nicht, mehr noch, lobtest du nicht die aufnahme probleme anderer, das offenohr und wort und offenherz sie zu heilen. tatest du mir nicht gutmut und heilsalbe mit in meinen gut geschnürten rucksack auf den weg in die welt. hans im glück mit glück, vielleicht. ich brauchte es nicht, gut, ab und zu einen bissen, mehr noch verschenkte ich es, traten gefährten o solche, die ich dafür hielt an mich heran mit tränen o was ich dafür hielt. vermehren mit teilen, so mein unverstand, so deine lüge, so glaubt und straft ich dich unwissen und scholt deiner; insgeheim. you know better!° sollte doch meine vergangenheit mich einholen, ich hätte was vergessen, was ich nicht vergessen sollte. etwas, was mich unvergesslich gemacht hatte, etwas was nicht vergessen werden konnte: mein ‘hans im glück’tum und das teilen, selbst am rande des falls. sie kommen, jedoch die bittere hoffnung, nicht zu stehlen, was unhaltbar ist, sondern zu teilen. mit mir. darf ich hoffen, sag’ mir, darf ich?

du kannst, des januars arme, deren schmaler fortsatz zu sonnenhänden gar und fingerspitzen im meerchen werden, du kannst dazu nicht nein sagen, das weißt du+ich.

611 days zuvor. 0 kommentare
oh.

ich weine nicht, ich tu nur so

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612 days zuvor. 0 kommentare
oh.

zwischendenjahren

zwischen deinen lippen. zwischen deinen brüsten. zwischen deinen händen, haaren, häuten. zwischenzeit.

[liebestrunken.]

612 days zuvor. 0 kommentare
oh.

anfangs

anfangs by to01

[in viel zu kurzen sätzen verlängern wir tage o - was zuerst eintritt - auch nächte.]

613 days zuvor. 0 kommentare
oh.

••• GESTALTUNG

♥ reinstecken!°: das weiße blatt papier in 3D.

[vom fehlenden buntstift.]

614 days zuvor. 0 kommentare
oh.

ELECTRICAL morning

an der gepunkteten linie; kein schritt.

eingewickelt, gar malträtiert von lichterketten. this is meant to hurt you. sprungbereit in warmkaltes licht getaucht auf der balustrade stehen und wind schneiden lassen. geliebtes selbst, du absolut, gestählt fast von grünzarter frucht atmest du das aufstehen, die wiedersinnig wiedergeburt deiner selbst durch nichts mehr ausgelöst denn ein paar inhalierte sonnenstrahlen. blassblau und das lind, welches dir mehr am herzen liegt – und deswegen schon vorblüht, denn die unvernunft einkehr und ruhend stein auf wassern tropfen. ha!° schneid’ mir die luft, reib’ mich rosarot bis blutend nase luft fordernd zurücksteckt: ich gewinne.

kann ich morgen haben.

615 days zuvor. 0 kommentare
oh.

wenn materialismus den wert verliert

sternenwuchs, dem barte gleich nach draussen streben. rausraus, nur raus, luft geholt. hochdruck drückt die rauchsäulen der schornsteine in die horizontale, es fließt und ich lege mich ein wenig dazu. [do]

jahre nicht singend auf die ankunft dessen gewartet; mit elternelternpaar und deren kindern kaum auf zucker, jedoch mit genügend koffein intus, ging das leichter denn je vonstatten. kinderleuchteaugen, hoch entzündlich, sollte man warnen. ich wollte gar nicht das er klopft | klingelt. [mi]

die die zutaten zutaten, kamen alle – bis auf eine – kilometer, um kilometer angefahren und trugen letztlich alle – bis auf eine – töpfe, die zusammengebracht und aufgewärmt und abgeschmeckt von allen – bis auf einen – nicht verdorben, sondern delikat mundend zufrieden stellten; alle. dazu gespräche. [do]

wir einigten uns auf kapitalistisch unentschieden. am nächsten frühstückstisch ward es mein bankrott und mitnichten gütlich geeinigt. [di]

wort+tat, kaum fähig dies zu tun für dich, schmerzt ich dich mit der unfähigkeit dessen und dem wunsch nach ruhe | musik. des gebens müde deine gabe nicht erkannt. [fr]

616 days zuvor. 0 kommentare
oh.

.

T9 irrtum: droge.

[frohe weihnacht.]

616 days zuvor. 6 kommentare
oh.

sonnenaufgang

sonnenaufgang by to01

[]

619 days zuvor. 0 kommentare
oh.

be sinnlich [eine zeit in 4 adventen]

4.

drei spurenpaare führten ganz klar in richtung stadtbushaltestelle, auf das alte gefährt von klaus wollte man sich in dieser wichtigen sache nicht verlassen und für eine reparatur hatten sie keine zeit. die aufgabe, es musste ein mensch gefunden werden, der noch ernsthaft an weihnachten glaubte, eh eine schwierigkeit für sich.

ruprecht, winzigweich gefroren, tauchte zuerst am einsatzort seines geschehens auf, ein kindergarten in der vorweihnachtlichen adventszeit, so hatten sie alle bei korn+sprite vermutet, müsste eigentlich sprühen vor glaube an weihnacht. glänzeaugen und vorfreude und das für sie so wertvolle gute, hier herrschte es bestimmt vor. «vom draus, vom walde komm’ ich her. ich muß euch sagen es weih…» hieb ruprecht alsbald tief tönend an, wurde jedoch sogleich von einen speckschwartigen kleinen jungen unterbrochen, der gerade mal nicht in der bausteinecke irgendetwas zerstrümmerte – «alter, laber nicht! gibt’s jetzt geschenke, oder was?» – keine frage, hier war ruprecht falsch und geknickten herzen zog er, die rute wegwerfend, von dannen.

klaus, extra ordinär geschminkt – so seine persönliche auffassung von möglichst massenkompatibler maskerade – bewegte sich bewußt ziellos durch die straßen der kleinen stadt, sie alle wollten dem zufall ebenso seine chance geben, wie dem offensichtlichen. das heißt, falls seine widerstandsbrüder, wider erwarten, erfolglos sein sollten. ein wenig tannengrün, bunt blinkende lichter und das gefühl, diese menschen könnten sich nicht umsonst in dieser dunklen jahreszeit außerhalb getroffen haben; vielleicht, wieso auch nicht, ist ein wenig liebe unter ihnen, liessen klaus näher an diesen stand treten. « kennt ihr den geist der hiesigen weihnacht?» formulierte er vorsichtig und nicht allzu tiefgehend die ansprache an die illustre truppe männer und frauen. «geist? ha! gutes stichwort.» antworteten diese, stellten sich mechanisch im kreis auf und tranken gleichzeitig einen glühwein. auf ex. das waren menschen, soviel war klaus sich sicher, nur nicht diejenigen, die sie suchten. weiter ging er, stapfend.

durch wald und feld und darüber hinweg lief vert der dunklen nacht den namen ab, als wolle er bis china und wieder zurück immer nur durch wald, um seen und felder laufen; kleinste dörfer sein ziel. vielleicht, so die mindere hoffnung des widerstandes rund um vert, bewahrte sich hier noch jemand, abseits von konsum und buntigstgemalten, beleuchteter wirklichkeit den glaube an weihnachten und die zeit des neuanfangs. die ersten dörfer waren recht schäbig und zu dieser zeit kaum belebt, sie ähnelten eher trabanten der kleinen stadt und bis auf ein paar hunde traf vert niemanden. und hunde mochte vert nicht. im 14ten dorf fand vert einen kohlstrunken, zumindest dürftig eingewickelt in geschenkpapier, was ihn ziemlich verwunderte; nicht jedoch so sehr wie einen abgefressenen, wild – wie von kinderhand – geschmückten weihnachtsbaum. das könnte eine spur sein und da das nächste dorf vor lauter weihnachtsmärkterei eher zu brennen schien, denn besinnlich zu wirken, trabte er weiter in das kleine stück wald hinein. sachte fiel schnee, bedeckte den kaum bedachten weg zwischen kieseln und alten nadel. das kitzelte immer ein wenig, fand vert. sonst war es eine stille nacht. ein leises singen hielt vert abrupt an. moment, das sind doch kinderstimmen! mitten im wald. darauf zu stapfend konnte er nun auch eine männerstimme ausmachen. sie sangen ein lied für die hungrigen tiere des waldes; und nun sah vert sie auch: 2 dutzend kinder, dick eingepackt gegen die kälte und allen voran ein – so schien es – lehrer, der so tief seine stimme auch klang, lang und dürr war, wie es sonst nur eine windgebeutelte linde sein konnte. er trug einen weihnachtsbaum, geschmückt mit halb verpackten kohlresten, geschleiften mohrrüben und gesammelten, getrockneten kastanien. dieser wurde in den boden gerammt und noch fein zurecht gezupft und das lied für die hungernden tiere schwoll noch einmal richtig an um anschließend zu verebben. «liebe waldtiere;» sagte der lehrer, «nehmt all dies als unser geschenk; wisset, das licht kommt bald wieder und mit ihm die früchte des waldes. ein frohes weihnachtsfest. nehmt unser essen derweil.» vert war fündig geworden.

vert, klaus, ruprecht und die kinder mit dem lehrer bildeten den kern der neuen weihnacht, wie es später hieß, und der glauben, es könne alles gut sein, trieb sie voran in eiskalter nacht und darüber hinaus.

619 days zuvor. 0 kommentare
oh.