Achtgeben,
das neue Highfiven.
Ein Freund1

1 — to:nulleins

schön und gut

ein goldgerahmtes Bild vom Wald
ein Fuchs aus Papier gefaltet, eichhörnchenfarben, stinkt nicht
Gardinenleiste
Bleistiftzeichnungen, auch invertierte
Fotografien von glitzernden Wasseroberflächen, Wolken, Feldern, jedweder Form und Farbe
Menschenmünder
Gänse
generell: Haut
Holz als Wertgegenstand begreifen, auf den Boden legen, an Wände stellen, füllen, auch mit Wärme
den Strohblumenstrauß ans Fenster, ins Licht stellen
Marmelade
Tannengrün hinterm Ohr
weiße Laken, zum Sonnenlicht-die-Beine-brechen, außer man muss auf Toilette
Lachen, egal in welchem Raum
den Luftzug nehmen, mit ausgebreiteten Armen, wie die Schwalben fiepen, umeinander tanzend fliegen
Kartoffeln
Tee
Kontraste bilden
sich Spiegeln
Papierflugzeuge sein
miteinander reden
falten
einen Igel überwintern lassen, ihn benennen, jedes verdammte Mal anders, hat sich nicht vorgestellt
beeindruckend bedrucktes Papier
sich gegenseitig zeigen
sowohl vom Inhalt als auch von der Qualität überzeugt sein
Fingerspitzen die Hinterköpfe halten
hinterrücks die Pobacken küssen
Bonbons da haben
ein meterlanger Schal
hellgelb
orangerot
geschlossene Lider
summen
eine dampfende Waschküche, erotischer Natur
Tafelkreide (20 Stck.), eine Tafel, das Tagesmenü schönschreiben und anpreisen und sei es nur Zwieback, Tee und Zuckerstückchen lutschen
rote Lippen — muss aber nicht
ungeschminkt und ungefragt dem Postboten Trinkgeld überreichen, wegen treuer Dienste
Mehlspeisen
Südfrüchte
Batterien wechseln
Brause trinken, abgehen
ein Birkenstamm
junge Buchen
unverkleidete Lautsprecher, Verstärker, das Tapedeck auf AutoReverse
indirektes Licht
nach Farben sortierte CDs, sich Auskennen
Kerzen
Himbeeren auf erregten Brustwarzen, Umschließen mit den Lippen
Widerworte
Fürworte
wdh.
Sandfüße
Bandhosenkanten, verblasste

Leuchtstoff.

Wieviel Werkzeug braucht der Mensch?

[001The Nights of Wine and Roses 002City, I'm Sorry 003Last January 004Root And Stem 005Jena 006Nie wieder scheitern 007Rat Trap 666 (feat. DJ Muggs) 008Betrayed 009March of Progress 010Lenses 011Then I Kissed Her 012"Deine Augen/Die Nacht" 013Adelleda 014Dos 015December 016Depart (Tropical) 017Washed Away 018Suck your Mum 019Us For Them 020Diva 021Black Spring 022What the Wall Said 023Teenage Exorcists 024Continuous Thunder]

Nimm' ein Mixtape, Baby!

irre Hasen, Feldecken, Untier

Fahren lassen, Laufen, einen Fuß aushändigen, dann den anderen, in der Obhut schlecht bis überhaupt nicht beleuchteter Wohnungen, nicht unsere, reihenweise Rügen aussprechen, Flure, mit jedem Meter mehr beruhigen. Das Licht der Anderen/Äußeren ist unbeständig, unruhig flackern die Motoren. Kalt und unklar, als alles einschlug. Die schwere Daunenjacke fällt von deinen nackten Schultern. Stubenhocker wir. Deine Scham blitzt nahe deinen Füßen auf, wieder ein Licht. Gardinen als Dessous benutzen, lichterloh gedämmt, versteckt. Dein Höschen, dir, in den Mund gestopft. Lippenroter — Annahme, eigentlich grauschwarz — Gardinenstoff, wimpernleicht. Wir wandern in der leeren Wohnung, ein Kuss als Belohnung. Brustwarzen durchstechen die Maschen, von Lippen umschloßen und beruhigt. Handwarme Dielenbohlen.

Zeeland

Wieviel Werkzeug braucht der Mensch?

Wieviel Werkzeug braucht der Mensch?


Wieviel Werkzeug braucht der Mensch?

 

Augengerade, Linienführung ungenügend, stiller Faltenwurf, kein Lippenstift, ehemals rote Wäsche fällt unter der Bettdecke fast hervor, abgerieben, Atem, geschluckt. Ins Wohnzimmer Birkenstämme gestellt, Erstbesiedler, jung, reichlich unerfahren — sie könnten tatsächlich hier wachsen. Ich ließe sie. Ich lasse das.

piekfein

Spatz, Blaumeise, Rotkehlchen1, beide, baden im Teich hinterm Haus ihr Gefieder. Es spritzt, wirft Ringe in die gespiegelt betongraue Einheitstragik. So sehe ich mich nicht. Was weiß ich schon? Ein Mann weniger Worte. Etwas Nichts, mehr noch, weniger davon. Genaugenommen Abwiegen, geschätztes, dieser Singvögel. Ziehe ich mich an oder lasse ich mich liegen? Ich laufe. Geschniegelt und gebügelt, was sinnlos ist, weil mir unwirsch die Haare aus allen naheliegenden Poren schießen. So lange laufe ich, der Bäcker liegt schon längst im Bett. In Gedanken träumen. Es gelingt. Ich esse anständig und ausgiebig karg, einfach ist es nicht. Fragt man mich, antworte ich höflichst, kurz, auf Nachfrage/bei Interesse gerne tiefer gehend. Ständig bin ich nicht bei der Sache. Lenke ein, ständig mit Sachen beschäftigt sein.

Ende November und ich trage keinen Schal. Nicht mal den Ansatz eines Schals, eine Masche des rotens Fadens eines Schals. Wo geht es hier nur hin? Ach, egal. Weiter, usf.

1Rotkehlchen, das — liebevoll beschönigend für eine dermaßen unter Erregung stehende Frau, dass ihre Kehle nur so mohnrot knallt

Mild lächeln, wild Knospen halten, die kleben, rosig rostet der Wind in Kälte geborgenes, verborgenes Verborgtes, verlegen Verliehenes — für gewöhnlich hält mit den Winden die Leichtigkeit Einzug, Haut blitzt pastellfarben auf und ebenso ruhelos wird die Erregung.

Man kann mir viel vorwerfen, Stift und Papier, Tinte oder Zeichenkohle, man kann mir Kreide in die Hand drücken oder all dies Werkzeug wegnehmen, ich werde reden! Man kann mir Anzeichenaufzeigen ankreiden — ich will! — oder Hoffnung lindgrün anzählen, Verderben vielleicht, wir werden siegen. Wir werden siegen! Wir werden die Hände aufeinander legen, über überschlagenen Beinen, weil uns kühlt. Macht nichts. Finger werden eingerissen sein und bluten, weil wir vorschnell sind, wir werden stolz sein, wir werden Bettbezüge tragen, draußen, darin lachen, was tun, aus Plänen werden Taten, unüberlegte. Aufplustern — man kann's versuchen.

Birkenregen

Wieviel Werkzeug braucht der Mensch?

Schneid

Streif' deinen Rock,
hitzig dein Nacken und Gesäß.
Besitztum gibt's hier nicht
zu klären, nur Namen
und vielleicht nichtmal das.
Knospen,
nicht leise,
erregt.

allergleich

Schwanke zwischen im Stimmengewirr aufgehoben sein und Nestbau betreiben wollen und der Aussage, ich müsse Nachdenken.