Achtgeben,
das neue Highfiven.
Ein Freund1

1 — to:nulleins

Zauber (ungesagt)

Schlund Stahltür, Schwaden Parfüm, Tanz füttert Schweiß, von Blitzen zerrissene schwarze Kleidung. Augen geschlossen, offene Münder, Mundhöhlen, Augenhöhlen, repetitive einfache Sprache, kalter Lippenstift, Bass schlägt anschaulich, Membrane kollabieren, ganze Körper stampfen. Nasse Wolle. Fremde Träume. Poeten, ihre inneren Säfte fließen. Teil davon. Atem, ungesagt, Menschmaschine.

Akt (rittlings)

Wieviel Werkzeug braucht der Mensch?

[Die Kehle freilegen. Verletzlich machen, Verletzen. Keine Kontrolle, nie menschlicher.]

 

Das Auge der Liebe.

 

Bolide, hinter geschlossenen Augen Sonne, orangerote Lider. Laternen. Papierne Hunde. Oder Wölfe, Lefzen als Strich, spielen. Rüde Puffärmel. Polkapunkte, weiße, weiß nicht wieviele, auf schwarzem Shirt, Daumenärmelbündchen. Kunst leckt. Rehbraune Augen unterm Pony, Pony über den Augen. Eine mohnrote Buntstiftblüte? Mosaiksteine? Ich schenke dir Augen, groß wie Teller, Aufmerksamkeit, Fugenmasse. Lippen wie Schwalbenflügel und rund. Pflaumenmus, meins. Ultramarinblau ist Haut in der Dusche, Streifen Sonnenhaut, klebrig geschnitten Brot. Die Spitze deiner Nase zeigt in meine Augenhöhle, durchsticht sie. Sommerapfelwangen. Offener Atem eines Filmstars. Schwarz/Weiß blinzeln, eine schattige Zimmerwand suchen und fest kleistern: kleben, bleiben. Kein Raum hält dich nachts aus, außer der Weltraum.

Zahnlücke

Zum Schluss die Decke abhängen, mit bereits geliebten Laken, weiß, knallrote Äpfel in Spuren, Spermaflecken. Faltenwurf, Stuck glitzern lassen, Winterlandschaft, verschlungene Gestirne. Deine Zunge hochkant in meiner Zahnlücke.

schön und gut

ein goldgerahmtes Bild vom Wald
ein Fuchs aus Papier gefaltet, eichhörnchenfarben, stinkt nicht
Gardinenleiste
Bleistiftzeichnungen, auch invertierte
Fotografien von glitzernden Wasseroberflächen, Wolken, Feldern, jedweder Form und Farbe
Menschenmünder
Gänse
generell: Haut
Holz als Wertgegenstand begreifen, auf den Boden legen, an Wände stellen, füllen, auch mit Wärme
den Strohblumenstrauß ans Fenster, ins Licht stellen
Marmelade
Tannengrün hinterm Ohr
weiße Laken, zum Sonnenlicht-die-Beine-brechen, außer man muss auf Toilette
Lachen, egal in welchem Raum
den Luftzug nehmen, mit ausgebreiteten Armen, wie die Schwalben fiepen, umeinander tanzend fliegen
Kartoffeln
Tee
Kontraste bilden
sich Spiegeln
Papierflugzeuge sein
miteinander reden
falten
einen Igel überwintern lassen, ihn benennen, jedes verdammte Mal anders, hat sich nicht vorgestellt
beeindruckend bedrucktes Papier
sich gegenseitig zeigen
sowohl vom Inhalt als auch von der Qualität überzeugt sein
Fingerspitzen die Hinterköpfe halten
hinterrücks die Pobacken küssen
Bonbons da haben
ein meterlanger Schal
hellgelb
orangerot
geschlossene Lider
summen
eine dampfende Waschküche, erotischer Natur
Tafelkreide (20 Stck.), eine Tafel, das Tagesmenü schönschreiben und anpreisen und sei es nur Zwieback, Tee und Zuckerstückchen lutschen
rote Lippen — muss aber nicht
ungeschminkt und ungefragt dem Postboten Trinkgeld überreichen, wegen treuer Dienste
Mehlspeisen
Südfrüchte
Batterien wechseln
Brause trinken, abgehen
ein Birkenstamm
junge Buchen
unverkleidete Lautsprecher, Verstärker, das Tapedeck auf AutoReverse
indirektes Licht
nach Farben sortierte CDs, sich Auskennen
Kerzen
Himbeeren auf erregten Brustwarzen, Umschließen mit den Lippen
Widerworte
Fürworte
wdh.
Sandfüße
Bandhosenkanten, verblasste

Leuchtstoff.

Wieviel Werkzeug braucht der Mensch?

[001The Nights of Wine and Roses 002City, I'm Sorry 003Last January 004Root And Stem 005Jena 006Nie wieder scheitern 007Rat Trap 666 (feat. DJ Muggs) 008Betrayed 009March of Progress 010Lenses 011Then I Kissed Her 012"Deine Augen/Die Nacht" 013Adelleda 014Dos 015December 016Depart (Tropical) 017Washed Away 018Suck your Mum 019Us For Them 020Diva 021Black Spring 022What the Wall Said 023Teenage Exorcists 024Continuous Thunder]

Nimm' ein Mixtape, Baby!

irre Hasen, Feldecken, Untier

Fahren lassen, Laufen, einen Fuß aushändigen, dann den anderen, in der Obhut schlecht bis überhaupt nicht beleuchteter Wohnungen, nicht unsere, reihenweise Rügen aussprechen, Flure, mit jedem Meter mehr beruhigen. Das Licht der Anderen/Äußeren ist unbeständig, unruhig flackern die Motoren. Kalt und unklar, als alles einschlug. Die schwere Daunenjacke fällt von deinen nackten Schultern. Stubenhocker wir. Deine Scham blitzt nahe deinen Füßen auf, wieder ein Licht. Gardinen als Dessous benutzen, lichterloh gedämmt, versteckt. Dein Höschen, dir, in den Mund gestopft. Lippenroter — Annahme, eigentlich grauschwarz — Gardinenstoff, wimpernleicht. Wir wandern in der leeren Wohnung, ein Kuss als Belohnung. Brustwarzen durchstechen die Maschen, von Lippen umschloßen und beruhigt. Handwarme Dielenbohlen.

Zeeland

Wieviel Werkzeug braucht der Mensch?

Wieviel Werkzeug braucht der Mensch?


Wieviel Werkzeug braucht der Mensch?

 

Augengerade, Linienführung ungenügend, stiller Faltenwurf, kein Lippenstift, ehemals rote Wäsche fällt unter der Bettdecke fast hervor, abgerieben, Atem, geschluckt. Ins Wohnzimmer Birkenstämme gestellt, Erstbesiedler, jung, reichlich unerfahren — sie könnten tatsächlich hier wachsen. Ich ließe sie. Ich lasse das.